Prinzenmesse in der St.-Bartholomäus-Kirche
„Trumpets“ stimmten Schlager an

Ahlen -

Fester Bestandteil des närrischen Fahrplans ist die Prinzenmesse. Die zelebrierte auch in diesem Jahr Pfarrer Willi Stroband in der St.-Bartholomäus-Kirche.

Montag, 10.02.2020, 14:48 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 15:50 Uhr
Einen Prinzenorden für den Geistlichen: Pfarrer Willi Stroband, Stadtprinz Heinzpeter I. (Przyluczky), Adjutant Rainer Kersting und Standartenträgerin Bianka Peters.
Einen Prinzenorden für den Geistlichen: Pfarrer Willi Stroband, Stadtprinz Heinzpeter I. (Przyluczky), Adjutant Rainer Kersting und Standartenträgerin Bianka Peters. Foto: Ralf Steinhorst

„Ohne Karneval können wir nicht sein“ heißt ein alter Karnevalsschlager. Und die Ahlener Karnevalisten bewiesen das am Sonntagvormittag in der gut gefüllten St.-Bartholomäus-Kirche mit ihrem Besuch der Prinzenmesse.

„Warum darf man in einer Karnevalsmesse keine Karnevalslieder singen?“, fragte Pfarrer Willi Stroband. „Nächstes Jahr probieren wir das mal aus“, kündigte er daraufhin an. Bis dahin brauchte er dann aber doch nicht warten, denn die Prinzenkapelle „Happy Trumpets“ streute wenig später spontan den Karnevals-Evergreen „Wir kommen alle in den Himmel“ zum Mitsingen in die Prinzenmesse mit ein.

Ob der nahende Orkansturm „Sabine“ wohl Grund dafür war, dass Willi Stroband das Thema Wetter aufgriff? Ein ausgefallener Rosenmontagszug habe doch auch seine Vorzüge, den könne man dann im Mai feiern. „Könnt ihr den Umzug nicht schon jetzt provisorisch absagen?“, gab er einen Tipp. Einmal feiern sei doch zu wenig. Das könnte doch der auch anwesende Bürgermeister Dr. Alexander Berger einleiten: „Das ist doch viel spannender als ein Rathaus zu bauen.“

Guter Brauch von Willi Stroband ist es, in jeder Prinzenmesse die amtierende Tollität vorzustellen. Dass Stadtprinz Heinzpeter I. aus der Kolonie und dann noch aus der Kohlenstraße komme, sei sicher nicht zum Nachteil für das Wirken der Tollität. Denn auch für ihn als ehemaliger Bergmann gelte: Nirgendwo werde Gemeinschaft so groß geschrieben wie bei Ihnen.

Als Standartenträger unter Sohnemann „Pille I“ habe „HP“ ein Zusammentreffen mit dem damaligen Aachener Stadtprinz im Düsseldorfer Landtag so beeindruckt, dass er daraufhin selbst Prinz werden wollte. Was er, Willi Stroband, nachvollziehen könne. Denn immer wenn er in Rom sei, überkomme ihn oft das gleiche Gefühl: „Da, wo der Papst steht, könntest du auch mal stehen“. Und da seine Tollität auch Angler ist, könne man ihm ja mit einem bestimmten Geschenk sicher eine große Freude machen – nämlich Fischstäbchen. „Ich glaube, ihr habt den richtigen Prinzen“, befand Pfarrer Willi Stroband abschließend.

Bei so viel Lob bekam er den Prinzenorden überreicht und dazu noch einen Gutschein für ein gemeinsames Essen. Stadtprinz Heinpeter I. verband das mit der Aufforderung an alle, in den letzten Tagen der Session noch mal richtig Party zu machen: „Das macht den Karneval aus!“

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