Andreas Frenz unterstützt die „Rathausfreunde“
„Uns bleiben die Kunden weg“

Ahlen -

Andreas Frenz, Geschäftsführer von „Promedia“, unterstützt beim bevorstehenden Bürgerentscheid die „Rathausfreunde“. Seine Kunden parkten bevorzugt auf dem Rathaus-Parkplatz, der aber bei einem Neubau nicht mehr zur Verfügung stände.

Mittwoch, 12.02.2020, 08:38 Uhr
Andreas Frenz macht Front gegen den Neubau des Rathauses und unterstützt die Aktion der „Rathausfreunde“, beim Bürgerentscheid für eine Erhaltung des Rathauses zu stimmen.
Andreas Frenz macht Front gegen den Neubau des Rathauses und unterstützt die Aktion der „Rathausfreunde“, beim Bürgerentscheid für eine Erhaltung des Rathauses zu stimmen. Foto: Christian Wolff / Dierk Hartleb

Andreas Frenz ist beunruhigt. Der Geschäftsführer von „Promedia“ sorgt sich um die Zukunft seines Elektromarktes. „Wir sind mit 1300 Quadratmetern einer der größten Anbieter im Kreis“, sagt Frenz im „AZ“-Gespräch. Entsprechend groß sei der Kundenkreis, der deutlich über die Stadtgrenzen Ahlens bis nach Warendorf im Norden und bis Hamm im Süden reiche.

„Aber was passiert, wenn auf dem Rathausparkplatz gebaut wird?“, fragt Frenz. „Unsere Kunden parken bevorzugt dort“, weiß er, um bei größeren Einkäufen kurz ihr Auto zu holen und einzuladen.

Auf diese Kunden setzt der „Promedia“-Geschäftsführer auch in den nächsten Jahren. Wenn sie aber demnächst an der Friedrich-Ebert-Straße parken müssten, würde sich vermutlich ein Teil von ihnen umorientieren und andere Fachmärkte ansteuern.

Im Übrigen habe die Verwaltung bislang lediglich verlauten lassen, dass eine Ausweichparkfläche auf einer an der Friedrich-Ebert-Straße gelegenen Wiese hergerichtet werden soll. „Das Gelände befindet sich in Privatbesitz und bis auf die Ankündigung gibt es bislang keine Information“, bedauert Frenz. Und setzt gleich noch hinzu: „Mit uns spricht niemand.“

Es habe zwar ein Gespräch mit der Vertretern der Werbenden Gemeinschaft gegeben, aber davon fühlen sich Frenz und andere Kaufleute an der Weststraße nicht repräsentiert. Deshalb unterstütze er die Kampagne der „Rathausfreunde“ und habe Plakate ausgehängt, beim Bürgerentscheid am 8. März mit „Ja“ für den Erhalt des Rathauses zu stimmen. Dass damit noch keine Vorentscheidung über die Sanierung des bestehenden Rathauses verbunden ist, ist dem Geschäftsmann klar.

„Ein Ja beim Bürgerentscheid ermöglicht es, über eine Sanierung oder einen Plan C nachzudenken“, erklärt Frenz. Natürlich werde auch im Fall der Sanierung Parkraum durch die Einrichtung der Baustelle entfallen, aber nicht in dem gleichen Ausmaß wie bei der Verwirklichung der Neubaupläne.

Frenz weiß von anderen Geschäftsleuten auf der Weststraße, dass sie seine Meinung teilen und hat volles Verständnis für die Aktion von Zahnarzt Dr. Tilch, der um seine Patienten fürchtet. „Wir haben erlebt, was es bedeutet, wenn die Weststraße umgebaut wird“, erinnert sich Frenz.

„Promedia“ hat seine Verkaufsfläche erst im vergangenen Jahr dem Kaufverhalten angepasst. Womöglich müsse bei der Realisierung der Neubaupläne die Fläche weiter verkleinert werden. Das bedeute dann womöglich auch weniger Mitarbeiter.

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