Dritter Abschnitt der Renaturierung abgeschlossen
Die Olfe hat ein neues Bett

Ahlen -

Mit der Fertigstellung des dritten Bauabschnitts endete jetzt die aufwendige Renaturierung der Olfe. 80 Prozent der Kosten trägt der Regierungsbezirk und 20 Prozent die Kommune.

Mittwoch, 12.02.2020, 15:04 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 15:42 Uhr
Freuen sich über den renaturierten Gewässerverlauf der Olfe: Wilhelm Lönne, Bernd Döding, Dr. Alexander Berger, Thomas Spieker, Hans Schäfer, Kristina Becker und Norbert Gunnemann (v.l.).
Freuen sich über den renaturierten Gewässerverlauf der Olfe: Wilhelm Lönne, Bernd Döding, Dr. Alexander Berger, Thomas Spieker, Hans Schäfer, Kristina Becker und Norbert Gunnemann (v.l.). Foto: Peter Schniederjürgen

Der letzte Abschnitt der Renaturierung des Olfelaufs ist abgeschlossen. „Es war der dritte Teilbereich zur naturnahen Umgestaltung des Baches“, sagte Hans Schäfer vom Wasser- und Bodenverband am Dienstagmittag bei der Besichtigung der abgeschlossenen Arbeiten.

Schäfer hat gemeinsam mit Norbert Gunnemann von der gleichnamigen Gewässerunterhaltungsfirma die Arbeiten an der Olfe umgesetzt.

Noch sieht es ein wenig wüst aus, denn die Spuren der Baggerarbeiten sind noch allgegenwärtig. Schließlich trugen die Maschinen an die 1000 Kubikmeter Erde ab und häuften an anderer Stelle diesen Bodenaushub wieder an. So bekam die Olfe ein ganz neues Bett.

„Im Jahr 2015 haben wir den Abschnitt von den Kleingärten bis etwa zur ehemaligen Firma ,Atika‘ gemacht“, zeigt Schäfer. Davor – im Jahr 2014 – kam der erste Abschnitt, ab etwa Halle Nierenkerken, in Arbeit. „Es wird sich ein Radweg entlang des Laufes anschließen, um die Natur dort auch für den Bürger erlebbar zu machen“, ergänzte Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Die Umgestaltung schlug mit rund 80 000 Euro zu Buche. „Davon trägt etwa 80 Prozent der Regierungsbezirk und 20 Prozent die Kommune“, führte Thomas Spieker vom Regierungsbezirk beim Ortstermin aus.

Das Bett hat nun wieder Raum zum Mäandern bekommen. Dazu liegt Totholz im Bachlauf um die natürliche Entwicklung des Gewässers zu fördern. Dessen Bett besteht weitgehend aus Mergel. Der ist sehr zäh und hält die Ufer – sehr bald zusammen mit den Pflanzen – gut fest“, fügt Schäfer an. Um die Bepflanzung kümmert sich die Natur in Eigenregie. Damit wird sich in den kommenden Jahren ein recht naturnahes Band vom St. Michael bis etwa zur Langst ziehen.

„Das war aber nur möglich, weil uns hier auch die anliegenden Landwirte sehr positiv begleitet haben, dafür bedanke ich mich sehr“, unterstrich Bernd Döding. Denn um solche ökologisch wichtigen Projekte nach der Wasserrahmenrichtlinie der EU umzusetzen, bedarf es der Kooperation der Grundbesitzer.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7255721?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Vollsperrung auf der B 54 in Richtung Münster am Dienstag und Mittwoch
Arbeiten: Vollsperrung auf der B 54 in Richtung Münster am Dienstag und Mittwoch
Nachrichten-Ticker