Spontane Mahnwachen
Ahlener Lichter brennen für Hanau

Ahlen -

Der rechtsextremistische Anschlag in Hanau sorgt auch in Ahlen für Entsetzen und Empörung. Der „Ahlener Appell“ lud am Freitagabend zur Mahnwache auf den Marienplatz ein, um den Opfern zu gedenken und vor Rassismus und Rechtsextremismus zu warnen.

Samstag, 22.02.2020, 12:12 Uhr
Mahnwache am Freitagabend auf dem Marienplatz.
Mahnwache am Freitagabend auf dem Marienplatz. Foto: Peter Schniederjürgen

Spontan nahmen am frühen Donnerstagabend rund 90 Ahlenerinnen und Ahlener an einer Mahnwache für die Opfer von Hanau teil. Sie bildeten zunächst für einige stille Minuten auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz einen großen Kreis mit Lichtern in den Händen. Verschiedene Redner wie die Ratsmitglieder Bernd Meiwes und Serhat Ulusoy , sowie Manfred Kreutz von der IG Metall und der Vorsitzende des Integrationsrats Ilkay Danismaz verurteilten die rassistisch motivierten Morde aufs Schärfste. Sie sahen rechtsextremes Gedankengut als wesentliche Ursache für diese Tat. „So etwas darf es nicht mehr geben“, forderten sie.

Gerade für Ahlen beschworen sie das Zusammenleben der Menschen aller Nationen und Religionen. Das Mitgefühl galt besonders den Familien der Opfer. Auf einem kleinen Schild war zu lesen: „Menschenrechte statt rechter Menschen“.

Über 200 Menschen aus der ganzen Region kamen am Freitagabend zum Gedenken auf den Marienplatz. Die Glocken von St.-Marien läuteten neun Minuten für die Opfer dieses Anschlags, eine Minute für jeden der Ermordeten. „Wir stehen zusammen gegen diese unsinnige Gewalt und die rechte Gesinnung dahinter“, sagte Bürgermeister Dr. Alexander Berger bei der Veranstaltung zu der der „Ahlener Appell“ aufgerufen hatte.

Hunderte Kerzen und Handylichter der Teilnehmer strahlten aus Solidarität, Respekt und Anteilnahme für die Getöteten. (Ausführlicher Bericht folgt.)

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