Karnevalistische Messe von Nord-West-Humor
Mondays for Karneval – immer ab 11.11 Uhr

Ahlen -

„Komm wir ziehen in den Frieden“ forderten die Nord-West-Humorler am Sonntag in der karnevalistischen Messe in St. Elisabeth.

Montag, 24.02.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 24.02.2020, 17:58 Uhr
Die Kinder waren wieder ganz nah dran am Geschehen und durften bei der Gabenbereitung um den Altar stehen.
Die Kinder waren wieder ganz nah dran am Geschehen und durften bei der Gabenbereitung um den Altar stehen. Foto: Ralf Steinhorst

Bevor Stadtprinz Heinzpeter I. (Przyluczky) mit Hilfe des Kinderprinzenpaares Michel I. (Rings) und Nika I. (Friedrich) am Nachmittag mit seinen jecken Untertanen das Rathaus stürmten, holten sie sich am Sonntagvormittag in St. Elisabeth in der karnevalistischen Messe von Nord-West-Humor (NWH) von Pfarrer Reinhard Kleinewiese noch den geistlichen Beistand.

Das ungemütliche Wetter draußen wollte Pfarrer Kleinewiese in letzter Sekunde abwenden, sagte er: Zum göttlichen Gespräch habe er eine Reise ins karnevalistische Köln unternehmen wollen. Doch während der Fahrt sei die Anweisung von ganz oben gekommen: „Dreh um und feiere mit den Leuten.“

So hatten die Karnevalisten zwar nicht die Unterstützung des Wettergottes, dafür aber die von Pfarrer Reinhard Kleinewiese.

Stell dir vor es ist Frieden und alle gehen hin.

Rudolf Pollex

Hatten die Nord-West-Humorler im vergangenen Jahr noch gefragt „Wozu sind Kriege da“, lautete das Motto dieses Mal „Komm, wir ziehen in den Frieden“. In dem gleichnamigen Lied waren sie dann überzeugt, mit ihrem Gedanken nicht allein zu stehen: „Wir sind mehr als du glaubst, wir sind schlafende Riesen, aber jetzt stehen wir auf!“ Schließlich seien Mauern nicht gefallen, um gleich darauf neu errichtet zu werden: „Stell dir vor es ist Frieden und alle gehen hin.“

Dieses Mal gab es für die Kinder große Geschenke. Sie durften Luftgitarren mit nach Hause nehmen.

Dieses Mal gab es für die Kinder große Geschenke. Sie durften Luftgitarren mit nach Hause nehmen. Foto: Ralf Steinhorst

Das bekräftigte NWH-Senatspräsident Rudolf Pollex in seiner Predigt. „Wir verstehen alle nicht, was die Verantwortlichen zu immer neuen kriegerischen Ausschreitungen treibt“, wollte er das nicht resignierend zur Kenntnis nehmen und schlug stattdessen vor: „Frieden sollte in unserem täglichen Leben beginnen.“ Der Tonfall in der Gesellschaft habe sich hin zum Aggressiven verändert, es werde Zeit, sich einzumischen, wenn andere, egal in welcher Situation, ungerecht behandelt würden. Den Karneval Rudolf Pollex als „friedenstreibendes Ereignis“, das unbedingt gerettet werden müsse: „Wir sollten dafür demonstrieren – immer montags ab 11.11 Uhr. Monday for Karneval.“ Zuvor hatte der Redner auf die NWH-Gottesdienste, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feierten, zurückgeblickt.

Die Kükengarde schickte auch dieses Mal ihre Minis auf die kichliche Bühne, die die Karnevalisten mit ihrem Gardetanz begeisterten. Das Geschenk für alle Kinder fiel dieses Mal mit Luftgitarren groß aus. „Nun feiert in den Frieden“, verabschiedete Pfarrer Reinhard Kleinewiese die Karnevalisten zum Abschluss.

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