Feuerwehrübung bei „AirCare“
Rettung beatmeter Patienten

Ahlen -

Die Feuerwehr hielt am Mittwoch ihre Übung am und im Intensivpflegezentrums „AirCare“ absolviert – für die Einsatzkräfte eine ganz neue Herausforderung.

Donnerstag, 27.02.2020, 14:40 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 10:20 Uhr
Die Feuerwehr übte am Mittwochabend am und im Intensivpflegezentrum „AirCare“ an der Warendorfer Straße 10
Die Feuerwehr übte am Mittwochabend am und im Intensivpflegezentrum „AirCare“ an der Warendorfer Straße 10 Foto: Peter Schniederjürgen

Aus dem obersten Stockwerk des Intensivpflegezentrums „AirCare“ an der Warendorfer Straße 10 dringt dichter Rauch. Unten steht Losa Tasan , stellvertretende Fachbereichsleiterin des Hauses, um die Feuerwehr einzuweisen. Die nähert sich gerade mit Blaulicht und Martinshorn. Als „Vorkommando“ sind die Feuerwehrleute Susanne Faust und Jens Schüsseler schon eingetroffen, denn sie haben die Leitung der Übung, die am Mittwochabend in und an dem neuen Zentrum läuft.

Loza Tasan wird von Jens Schüsseler beraten.

Loza Tasan wird von Jens Schüsseler beraten. Foto: Peter Schniederjürgen

„Wir haben uns diese Übung gewünscht“, sagt Christian Nestler. Er ist leitende Pflegefachkraft und sieht die Notwendigkeit. Denn bei „AirCare“ sind immobile Patienten untergebracht, die beatmet oder anderweitig intensiv betreut werden müssen. „Das stellt für unsere Kameraden wieder eine ganz neue Herausforderung dar. Bisher haben wir so ein Szenario noch nie geübt“, erklärt Susanne Faust.

„Wir haben uns diese Übung gewünscht.

Christian Nestler

Derweil haben sich die ersten Einsatzkräfte ein Bild von der Lage gemacht. Im obersten Stockwerk hat es in einem Zimmer einen Brand gegeben, verbunden mit starker Rauchentwicklung. Eile ist geboten. Sowohl durch das Treppenhaus als auch über die außenliegende Feuertreppe kommen die Feuerwehrleute. Loza Tasan weist die Retter auf ein weiteres Problem hin: „Im Zimmer befinde sich mehrere Sauerstoffflaschen.“ Die Meldung geht von der Einsatzleitung direkt per Funk an die sich durch den dichten Rauch vortastenden Angriffstrupps.

Übung beim des Intensivpflegezentrums „AirCare“ an der Warendorfer Straße 10

Übung beim des Intensivpflegezentrums „AirCare“ an der Warendorfer Straße 10 Foto: Peter Schniederjürgen

Im Hof steht die Drehleiter in Bereitschaft. Da zieht plötzlich ein echter Notruf die Rettungssanitäter von der Übung ab. Oben stehen aber weiterhin die Angriffstrupps im verqualmten Zimmer. Der „Patient“, ein authentisch ausstaffierter Feuerwehrmann, macht sich für die „Rettung“ bereit. Er wird vorsichtig in einen Rollstuhl gesetzt . Mit allen Geräten, die er zum „Überleben“ braucht, geht’s für ihn aus dem verrauchten Zimmer auf die Feuertreppe in den heftigen Schneeregen. Von unten wuchten die Wehrleute einen großen Lüfter herauf, der in buchstäblicher Windeseile wieder für klare Verhältnisse sorgt.

„Für uns war das auf jeden Fall eine sehr interessante Übung. Wir können daraus eine Menge mitnehmen“, freut sich Jens Schüsseler über den Erfolg. Auch das Personal des Zentrums hat eine Menge gelernt. „Es gibt so viele kleine eigentliche Selbstverständlichkeiten wie greifbare Zugangsschlüssel, die aber schnell unter Druck vergessen werden“, resümiert Christian Nestler. So sei es ein Gewinn für alle Seiten.

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