Besuch in der Ditib-Moschee
Steter Austausch festigt die Zusammenarbeit

Ahlen -

Den christlich-muslimischen Dialog haben die Akteure im Süden- und Ostenstadtteil im Blick. Ein Besuch der Ditib-Moschee gehört dazu.

Freitag, 28.02.2020, 12:04 Uhr aktualisiert: 29.02.2020, 18:46 Uhr
Vertreter verschiedener Einrichtungen im Ahlener Süd-Osten kamen zur Besichtigung und zum Austausch in der Ditib-Moschee zusammen. Dort stellte sich auch der neue Imam Zahid Belek vor.
Vertreter verschiedener Einrichtungen im Ahlener Süd-Osten kamen zur Besichtigung und zum Austausch in der Ditib-Moschee zusammen. Dort stellte sich auch der neue Imam Zahid Belek vor. Foto: Stadtteilbüro

Das Stadtteilbüro hatte geladen und viele Akteure aus den Schulen, den Kindergärten und weiteren sozialen Trägern aus dem Ahlener Osten und Süden waren zu einem Austauschgespräch mit den Verantwortlichen der Ditib-Moschee gekommen. Das sozial-präventive Netzwerk kam im Vorraum der größten Ahlener Moschee bei türkischem Tee und Gebäck zusammen, wo der Vorsitzende des Trägervereins Ilkay Danismaz und der neue Imam Mohamed Zahid Belek ihre Arbeit und das Wirken der Moscheegemeinde vorstellten.

Statement gegen Rassismus

Hermann Huerkamp als Moderator lobte die Gastfreundschaft und die gute Zusammenarbeit bei Stadtteilfesten, im Vorstand des Stadtteilforums und auch bei weiteren Anlässen. Er bedauerte stellvertretend für alle Netzwerkvertreter zutiefst die aktuellen fremdenfeindlichen, rassistischen Vorfälle in Hanau.

Seit mehr als 30 Jahren gehört die Moschee zum Stadtbild, ursprünglich von türkischen Gastarbeitern 1986 an der Rottmannstraße erbaut. Der Trägerverein Islamische Vereinigung Ahlen hat heute etwa 1000 Mitglieder. Deutlich betonte der Vorsitzende Ilkay Danismaz, dass die Moschee für jeden offen stehe und sich auch politisch als neutral verstehe. Die Moschee sei ein Gebetshaus, in dem die Religiosität in der Gemeinschaft gelebt werden könne. Etwa 80 Besuchergruppen werden im Jahr geführt, was auch ein gutes Beispiel für die Öffnung der Moschee in die Gesellschaft sei, so Ilkay Danismaz.

Werbung für Mädchenfußball

In der Diskussion wurden weitere Themen angesprochen: der christlich-muslimische Dialog in Ahlen, die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen, die religiöse und kulturelle Jugendarbeit und die Möglichkeit, auch für besondere Angebote, wie beispielsweise für den Mädchenfußball von Innosozial und RW Ahlen, in der Moschee zu werben.

Im Anschluss wurde der Obere Moscheeraum, der rund 400 Gläubigen Platz bietet, besichtigt, und die Teilnehmer lernten, den Aufbau und die Ausrichtung des Gebetsraums mit Gebetsnische, Kanzel und weitere Vortragspodien kennen. Staunend wurde der große Kronleuchter in der Mitte des Raums wahrgenommen. Zum Abschluss waren sich alle Teilnehmer einig, dass sich die Zusammenarbeit dann besonders festigt, wenn man sich noch besser kennenlernt.

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