Markt- und Bedarfsanalyse Stadthalle Ahlen
Mehrheit für einen Abriss und Neubau

Ahlen -

In einer Markt- und Bedarfsanalyse zur Ahlener Stadthalle stimmten 62 Prozent für einen Abriss und Neubau.

Dienstag, 03.03.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 18:20 Uhr
In der Markt- und Bedarfsanalyse zur Stadthalle Ahlen steht die Mehrheit für Abriss und Neubau. Erste Ergebnisse präsentierte Dr. Johannes G. Feifel.
In der Markt- und Bedarfsanalyse zur Stadthalle Ahlen steht die Mehrheit für Abriss und Neubau. Erste Ergebnisse präsentierte Dr. Johannes G. Feifel. Foto: Ulrich Gösmann

Abriss und Neubau: Dafür sprechen sich 62 Prozent der Befragten in einer aktuellen Markt- und Bedarfsanalyse zur Stadthalle Ahlen aus. Zwar ist die Auswertung noch nicht abgeschlossen. Ein erstes Zwischenergebnis präsentierte Dr. Johannes G. Feifel von dem beauftragten Stuttgarter Beratungsunternehmen PAN GEO (Gesellschaft für Angewandte Geographie) aber schon vorab. „Ich denke, das ist zu diesem Zeitpunkt nicht ganz unwichtig“, begründete Aufsichtsratsvorsitzende Gabi Duhme am Montagnachmittag beim Pressegespräch mit Blick auf den Bürgerentscheid am Sonntag.

Damit der vom Rat beschlossene Abriss und Neubau von Rathaus und Stadthalle auf fundierten Planungs- und Entscheidungsgrundlagen weiter umgesetzt werden kann, hatte die Stadt die Analyse in Auftrag gegeben.

Wirtschaft, Bürgerschaft, öffentliche Hand: Im Januar wandte sich PAN GEO an 262 Adressaten. Ein Mix, dem Dr. Johannes G. Feifel attestiert, repräsentativ zu sein. Mit einem Rücklauf von 95 Antworten insgesamt (36,3 Prozent) sei die Befragung „sehr aussagekräftig, zumal die Hälfte aus dem gesamten Rücklauf in den letzten fünf Jahren auch Veranstaltungen in der Stadthalle durchführten und wir bei den Angeschriebenen aus der Ahlener Wirtschaft, Bürgerschaft und Öffentliche Hand eine Rücklaufquote von sogar 43,5 Prozent verzeichnen können.“

Präsentierte den Zwischenstand der Markt- und Potentialanalyse: Dr. Johanns G. Feifel.

Präsentierte den Zwischenstand der Markt- und Potentialanalyse: Dr. Johanns G. Feifel. Foto: Ulrich Gösmann

Den Veranstaltungsplatz Ahlen finden 84 Prozent „attraktiv“ bis „sehr attraktiv“. Was, so Feifel, auch die Stärken-Schwächen-Analyse bestätige. Hier punktet die Stadthalle in den Bereichen „Äußere Rahmenbedingungen“, „Veranstaltungsprogramm“ sowie „Betrieb und Management“. Schwachstellen: Gebäude und Räumlichkeiten.

Ihre Anforderungen erfüllt die Stadthalle für rund 30 Prozent „voll und ganz“. Aus der Bürgerschaft sind es 44 Prozent, aus dem Bereich Öffentliche Hand sieben Prozent. „Weniger gut“ oder „schlecht“ kreuzten 27 Prozent aus dem Bereich Öffentliche Hand und 30 Prozent aus der Wirtschaft an.

Ein Veranstaltungszentrum ist für die Stadt Ahlen unentbehrlich.

Dr. Johannes Feifel

Abriss und Neubau contra Sanierung und Modernisierung: 62 Prozent stimmten für Abriss. Käme es so weit, würden 42 Prozent neue zusätzliche Veranstaltungen durchführen. Im Falle einer Sanierung 33 Prozent.

PAN GEO sieht in den ersten Ergebnissen, dass Kunden der Stadthalle sowie Ahlener Unternehmen und Interessengruppen mehrheitlich einen Abriss und Neubau der Stadthalle bevorzugen. Bei einer Differenzierung der Befragten nach den Gruppen Wirtschaft, Bürgerschaft und Öffentliche Hand zeigt sich, dass diese Präferenz bei der Öffentlichen Hand (Kulturveranstaltungen, Schulveranstaltungen und bei der Wirtschaft (Messen, Ausstellungen, Seminare, Tagungen, Fortbildungen) stärker ausgeprägt ist als bei der Bürgerschaft, die in der Befragung vor allem über Vereine (und ihre Veranstaltungen) vertreten ist.

Fazit: „Ein Veranstaltungszentrum ist für die Stadt Ahlen unentbehrlich, so Dr. Johannes Feifel.“ Bei einer künftigen Veranstaltungsstätte sollten insbesondere auch die Bedürfnisse der Vereine bei der Planung wie auch beim Betrieb berücksichtigt werden. So werde deren ehrenamtliches Engagement weiter gestärkt und die künftige Veranstaltungsstätte zu einem attraktiven „Dritten Ort“ für alle Ahlener.

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