Verändertes Freizeitverhalten
Stadthalle Ahlen fit für die Zukunft machen

Ahlen -

Verändertes Freizeitverhalten: Das spürt auch die Ahlener Stadthalle. Immer häufiger ist der große Saal zu groß. Und Kleine fehlen, um mehr Nutzer ans Haus zu binden.

Mittwoch, 04.03.2020, 10:05 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 10:26 Uhr
Der große Saal der Stadthalle allein macht sie in Zukunft nicht glücklich: Dr. Johannes G. Feifel, Gabi Duhme und Andreas Bockholt.
Der große Saal der Stadthalle allein macht sie in Zukunft nicht glücklich: Dr. Johannes G. Feifel, Gabi Duhme und Andreas Bockholt. Foto: Ulrich Gösmann

Karnevalssonntage gab‘s, an denen allein schon die Eintrittskarte und das „Reinkommen“ Glücksgefühle weckten. Die Stadthalle mit einem Durchlauf von über 2000 Besuchern – rappelvoll! Vor zwei Jahren nahm Andreas Bockholt den Sonntag mangels Masse aus dem Programm: „140 Gäste, darunter 40 Kinder.“ Eines von vielen Beispielen, das zeige: Das Ausgehverhalten habe sich verändert. Darauf sei zu reagieren. Auch mit frischen Raumkonzepten.

Der Geschäftsführer bleibt beim Beispiel Karneval , um es rund zu machen, und erinnert an Schlagzeilen mit 30 000 begeisterten Besuchern, die der Rosenmontagsumzug zu besten Zeiten an die Strecke zog. Zuletzt seien es noch 8000 bis 10 000 gewesen. Es habe sich – auch fernab des Karnevals – Grundsätzliches verändert.

Was braucht die Stadthalle Ahlen, um zukunftsfähig zu bleiben?

Gabi Duhme

„Wo stehen wir, wo soll es hingehen? Was wollen die Ahlener und das Umland? Was braucht die Stadthalle Ahlen, um zukunftsfähig zu bleiben?“, formuliert Aufsichtsratsvorsitzende Gabi Duhme ihre Fragen beim Pressegespräch. Darum jetzt die Analyse, um zukunftsweisende Antworten für das Konzept Stadthalle 2030 zu finden. Dr. Johannes G. Feifel schickt eine für ihn wichtige Frage gleich hinterher: „Wie entwickelt sich der Veranstaltungsmarkt?“

Die Stadthalle Ahlen ist beschlossene Sache. Die soll es auch in Zukunft geben.

Andreas Bockholt

„Egal, was am Sonntag beim Bürgerentscheid herauskommt: Wir müssen ein zukunftsfähiges Haus und Angebot generieren“, betont Andreas Bockholt – und stellt klar: „Die Stadthalle Ahlen ist beschlossene Sache. Die soll es auch in Zukunft geben.“ Darum jetzt fundierte wissenschaftliche Unterstützung.

Der Geschäftsführer erinnert an den schleichenden Wegfall kleiner Veranstaltungssäle in der Stadt. Darunter das Kolping- und Kettelerhaus. „Ich denke an nicht kommerzielle Veranstaltungen. Das sind Orte, die elementar wichtig sind.“ Ehrenamtliches Engagement müsse Raum in dieser Stadt finden. Ob Tanzgruppe, Vereinsversammlung, kfd-Gemeinschaftsnachmittag oder moderne Konferenzangebote: Bei einer Neuausrichtung gelte es, Nutzergruppen in der Breite anzusprechen und mitzunehmen. Den großen Saal zu füllen, so Dr. Johannes G. Feifel, sei allein nicht wichtig. „Im Umfeld wurde viel gemacht. Ahlen hängt nach.“

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