Einkäufe für Senioren
Damit die Risikogruppe zu Hause bleiben kann

Ahlen -

Helfen, wo Hilfe gebraucht wird: Das möchte Adrian Blaschke in der derzeitigen Krise.

Montag, 16.03.2020, 16:45 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 19:22 Uhr
Jeden Dienstag- und Donnerstagvormittag von 10 bis 12 Uhr betreut Adrian Blaschke die Hotline. Bedürftige ältere Menschen können bei ihm ihre Einkaufswünsche vorbringen.
Jeden Dienstag- und Donnerstagvormittag von 10 bis 12 Uhr betreut Adrian Blaschke die Hotline. Bedürftige ältere Menschen können bei ihm ihre Einkaufswünsche vorbringen. Foto: Angelika Knöpker

„Wie kann ich meine Kompetenzen einsetzen, um Betroffene in der Corona-Krise zu unterstützen?“ Diese Frage hat sich Adrian Blaschke , Inhaber von „Sanitrans“, gestellt. Im gesamten Kreis Warendorf führt er mit 28 festangestellten Mitarbeitern Krankenfahrten durch, befördert die Patienten liegend oder in einem Tragestuhl sitzend. Unter den Fahrgästen sind sehr viel ältere Menschen. „Ich organisiere kostenlose Einkäufe für Senioren, damit sie als Risikogruppe zu Hause bleiben können“, war das Ergebnis seiner Überlegungen. Bereits am Freitag letzter Woche hat sich der Geschäftsführer mit Katja Wiewel abgesprochen, wie der Service abgewickelt werden kann. Die Inhaberin des Edeka-Fachmarktes sicherte ihm spontan ihre Unterstützung zu.

Wir wollen garantieren, dass die Risikogruppe der Senioren entspannt zu Hause bleiben kann.

Adrian Blaschke

Und so soll es laufen: Jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr nimmt Blaschke unter der Hotline-Nummer 7 04 14 15 persönlich Aufträge für die Einkäufe entgegen. Dafür hat er eigens Bestellformulare entworfen, in denen er die ganz individuellen Wünsche der Kunden einschließlich deren Lieferadresse notiert. Zwischen den regulären Fahrten nimmt er sich mit seinem Team Zeit für den Einkauf und die Lieferung.

„Bei Erkrankten stellen wir die Einkaufstüten vor die Tür und legen die Rechnung bei, bei anderen kassieren wir direkt an der Haustür“, sagt er und versichert, dass die Waren spätestens einen Tag nach der Bestellung ankommen. Er bittet aber inständig, die Hotline den Menschen zu überlassen, die bedürftig sind, keine Angehörigen haben und sich auch kein Taxi für die Erledigung ihrer Einkäufe leisten können. „Wir wollen garantieren, dass die Risikogruppe der Senioren entspannt zu Hause bleiben kann“, sagt der Rettungssanitäter. Er appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet, auf den Zug mit aufzuspringen und Hilfen anzubieten. Seine Stammgäste hat der Unternehmer in einem eigenen Schreiben über den Service informiert. „Diesen besonderen Service habe ich zur Chef -Sache gemacht“, ist er jetzt gespannt, wie das neue Angebot angenommen wird.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7329683?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker