Fotoaktion in St. Bartholomäus
So füllen die Gläubigen die Bänke

Ahlen -

Bilder in Kirchenbänken? Eine originelle Aktion, die gerade in der St.-Bartholomäus-Gemeinde läuft.

Freitag, 20.03.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 18:50 Uhr
So ganz ohne Gesichter in der Kirche soll der im Internet übertragene Sonntagsgottesdienst
So ganz ohne Gesichter in der Kirche soll der im Internet übertragene Sonntagsgottesdienst Foto: Ralf Steinhorst

Wenn die Gläubigen wegen des Versammlungsverbots in der Coronakrise nicht in den Gottesdienst kommen dürfen, soll der Gottesdienst zumindest via Internet in die häuslichen vier Wände gelangen. Und die zelebrierenden Pfarrer sollen sich in der Kirche trotzdem nicht einsam fühlen. Mit einer Fotoaktion will Pastoralreferent Ralf Peters die Bankreihen besetzen und so symbolisch die Kirche zu füllen.

Die Entscheidung, die Sonntagsgottesdienste nicht komplett abzusagen, war im Seelsorgeteam St. Bartholomäus schnell gefallen. Die Technik soll helfen, die Gottesdienste vor leeren Kirchenbänken ins Internet zu übertragen. Bis Pater Jose Kalarichal am Mittwochvormittag eine weitere Idee ins Spiel brachte, als er zwei Fotos in die WhatsApp-Gruppe der St.-Bartholomäus-Seelsorger setzte: Auf denen wurde ein Priester vor Bankreihen gezeigt, in denen Porträtfotos von Gläubigen zu sehen waren. „Wir tippen auf Italien“, vermutet Pastoralreferent Ralf Peters die Ideengeber in Südeuropa.

Besprechungsrunde begeistert

Als er die Fotos sah, hatte er sofort die Idee, die Aktion auch in St. Bartholomäus umzusetzen. „Das fand in der Besprechungsrunde der Seelsorger und Vertreter der Gremien sofort großen Anklang“, blickt Ralf Peters auf das Treffen zurück. Und schon am gleichen Tag war auf der Homepage der Pfarrgemeinde von der Fotoaktion zu lesen, in der dazu eingeladen wird, ein Porträtfoto von sich selbst zu senden. Das Bild wird in die Kirchenbänke von St. Ludgeri gehängt.

Erste Fotos konnte der Pastoralreferent schon ausdrucken und anbringen. Sie werden in den kommenden Wochen hängen bleiben.

„Der Hintergrund ist, dass die Menschen dann trotzdem im Gottesdienst präsent sind“, erklärt Ralf Peters. Und das, obwohl nur der zelebrierende Pfarrer, ein Küster, ein Organist und der Techniker wirklich im Gebäude sind.

Kameraschwenk durch die Reihen

Der Techniker soll dann auch einen Kameraschwenk durch die Reihen machen. „Man kann sich dann selbst in der Kirche sehen“, sieht Ralf Peters einen Reiz in der Fotoaktion.

Die St.-Ludgeri-Kirche wurde für die Übertragung ausgewählt, weil sie dafür die beste Infrastruktur bietet. Gesendet wird am Sonntagmorgen um 10 Uhr.

Wer noch an der Fotoaktion mitmachen möchte kann sein Bild an die E-Mailpeters-r@bistum-muenster.deoder alternativ auch über WhatsApp mit der Festnetznummer 0 23 82 / 7 60 59 16 senden. Ralf Peters macht zudem darauf aufmerksam, dass die Kirchen der Stadtgemeinde täglich von 9 bis 18 Uhr zum persönlichen Gebet geöffnet sind.

„Ein Licht entzünden“ ist eine weitere Aktion, die die Pfarrhomepagemenschen-leben-kirche.deanbietet. Dort gibt es einen Link zur Homepage der Abtei Königsmünster, auf der virtuell Kerzen entzündet werden können.

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