Hegering bringt erste Nistkästen rund um die Lambertischule an
„All-you-can-eat-Büffet“ für Meisen

Dolberg -

Dem Vorbild vieler Gruppen und Vereine der Umgebung folgt jetzt auch der Hegering – und sorgt mit Meisen-Nistkästen für vorbeugende Maßnahmen gegen die Eichenprozessionsspinner-Plage.

Sonntag, 22.03.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 18:26 Uhr
Heinz Wallmeier, Heinrich und Merle Kleikamp (v.l.) bringen Meisenkästen rund um die Dolberger Lambertischule an.
Heinz Wallmeier, Heinrich und Merle Kleikamp (v.l.) bringen Meisenkästen rund um die Dolberger Lambertischule an. Foto: Peter Schniederjürgen

Aktiv gegen den Eichenprozessionsspinner, der sich im vergangenen Jahr auch in Ahlen zu einer regelrechten Plage entwickelte, zieht der Hegering Ahlen zu Felde – mit Hilfe aus der Vogelwelt. Denn die ekligen und allergieauslösenden Raupen sind für die Blau- und Kohlmeise wahre Leckerbissen. „Das nutzen wir und bieten den Vögeln ein Quartier mit echtem All-you-can-eat-Büfett an“, schmunzelt Heinz Wallmeier, stellvertretender Hegeringsleiter und Presseobmann. So hat sich der Hegering als eine der ersten Stellen die Lambertischule in Dolberg ausgesucht.

„Wir bringen hier rund 30 Nistkästen an“, sagt Heinrich Kleikamp , Vorsitzender der Jagdgemeinschaft Gemmerich. Zusammen mit Tochter und angehender Jägerin Merle . Die Kästen sind extra für die Bedürfnisse der Meisen ausgelegt. Angeschafft wurden sie vom Hegering und sollten eigentlich zusammen mit den Grundschülern der Dolberger Schule angebracht werden. Bis Corona dazwischen kam. Also übernehmen das jetzt die Hegeringmitglieder allein. Und achten dabei auf optimale Standortbedingungen.

Kooperation mit der Grundschule

„Die Kästen sollten nach Südosten ausgerichtet sein“, verrät Heinrich Kleikamp. So hängen sie relativ wettergeschützt und bekommen wärmende Sonne. Das ist für die geschlüpften Jungvögel auf jeden Fall von Vorteil. Hängen sie dann noch in rund 2,5 Metern Höhe und höher, fühlen sich die Piepmätze richtig wohl. „Das dient sowohl dem Schutz vor Vandalismus als auch dem Sicherheitsempfinden der zukünftigen Bewohner.“

Inspektionsklappe mit eingebaut

Die kleinen Kästen sind aus Holz. Ein kleines Eingangsloch erlaubt die geschützte Aufzucht der Jungen. Damit die auch trocken bleiben, krönt das Meisenheim ein Blechdach. Damit das auch über längere Zeit genutzt werden kann, gibt’s an der Seite eine Inspektionsklappe. Dadurch wird nach der Brutsaison der Kasten gereinigt und für die nächste Saison vorbereitet. „Allerdings müssen wir darauf achten, den Riegel festzusetzen“, zeigt Merle Kleikamp auf ein wichtiges Detail. Denn wenn der im Wind hin und her pendelt, kann das die nützlichen Vögel irritieren und im schlimmsten Fall vergrämen.

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