Keine offizielle Verfügung
Erste Friseure schlossen freiwillig

Ahlen -

Geschlossen hatten am Samstag schon die meisten Friseure in der Ahlener Innenstadt. Ob freiwillig oder „auf Anordnung der Stadt“, wie ein Saloninhaber per Aushang informierte, blieb zunächst offen.

Sonntag, 22.03.2020, 20:00 Uhr
Aushang in der Tür eines Salons an der Oststraße.
Aushang in der Tür eines Salons an der Oststraße. Foto: Peter Harke

Seit Samstag haben die meisten Friseure in der Ahlener Innenstadt geschlossen. Ob freiwillig oder „auf Anordnung der Stadt“, wie ein Saloninhaber per Aushang informierte, blieb zunächst offen.

In den zurückliegenden Tagen hatten sich viele Kunden schon gefragt, warum dieses Dienstleistungsgewerbe von der allgemeinen Schließungsverfügung des Landes ausgenommen worden war. Dazu teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf auf Anfrage am Freitag mit: „Friseursalons dienen der Aufrechterhaltung der körperlichen Hygiene und gehören zur Grundversorgung des täglichen Bedarfs.“ In persönlichen Gesprächen hatten zahlreiche Friseure selbst Zweifel daran geäußert, wie sinnvoll und verantwortbar es sei, ihre Salons noch offen zu halten, da es bei der Ausübung ihres Berufes kaum möglich sei, den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern zu ihren Kunden einzuhalten.

Nach Auskunft des Pressesprechers der Stadt Ahlen, Frank Merschhaus, gab es am Samstag noch keine neue Verfügung. Aber: „Wir haben in persönlichen Ansprachen darauf aufmerksam gemacht, dass die von vielen Friseuren bevorzugte Schließung der Salons die richtige Entscheidung ist.“

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