Haldenkreuzweg: Förderverein plant Präsentation
Gläubige können online mitgehen

Ahlen -

Für viele Gläubige gehört der Kreuzweg auf die Halde zur österlichen Zeit. In diesem Jahr ist aber alles anders: Es gibt den Kreuzweg online.

Mittwoch, 25.03.2020, 11:00 Uhr
Neue Wege in Zeiten von Corona gehen (v.l.) Martina Jotzeit, Vorsitzende des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz, Kassiererin Inge Piskorski und die evangelische Pfarrerin Dr. Petra Gosda. Das Bild wurde noch vor Verhängung des Kontaktverbots aufgenommen.
Neue Wege in Zeiten von Corona gehen (v.l.) Martina Jotzeit, Vorsitzende des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz, Kassiererin Inge Piskorski und die evangelische Pfarrerin Dr. Petra Gosda. Das Bild wurde noch vor Verhängung des Kontaktverbots aufgenommen. Foto: det

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen – gerade in Zeiten von Corona-Pandemie und Kontaktverboten. Das gilt auch für den Förderverein Ahlener Haldenkreuz. Der Vorstand hat den 14. Ökumenischen Kreuzweg auf der Osthalde, der für Samstag, 4. April, geplant war, für die Allgemeinheit abgesagt.

Doch ganz darauf verzichten müssen die vielen Gläubigen nach aktuellem Stand nicht. Geplant ist nämlich eine Online-Präsentation. So kann jeder Ahlener zumindest im Internet den Kreuzweg mitgehen.

„Wir müssen und wollen Verantwortung übernehmen“, sagt Martina Jotzeit , Vorsitzende des Fördervereins. Gleichzeitig glaube sie, dass es gerade in der jetzigen Zeit wichtig sei, den Menschen ein wenig Zuversicht, Halt und Hoffnung zu geben. Dazu könne der Kreuzweg beitragen, der in diesem Jahr unter dem Motto „Du, aber folge mir nach“ (Joh. 22) stehe.

Anweisungen der Regierung werden respektiert

Selbstverständlich respektiere der Förderverein dabei die Anweisungen von der Landesregierung und der Bistumsleitung, Versammlungen und Treffen von mehr als zwei Personen zu unterlassen. „Wir werden uns daher einzeln auf den Weg machen und den Kreuzweg beten“, erklärt sie und ergänzt: „Um den notwendigen und empfohlenen Abstand voneinander einzuhalten.“

„Gerne wären wir mit vielen Gläubigen den neuen Kreuzweg abgegangen“, macht die evangelische Pfarrerin Dr. Petra Gosda deutlich. Leider sei das aufgrund der angespannten Lage nicht möglich. Das Organisationsteam versuche nun stellvertretend für alle sonstigen Teilnehmer schon im Vorfeld einzeln den Kreuzweg zu beten. „Das Video wird dann am 4. April im Internet gezeigt und auch die Texte sind dort nachzulesen“, kündigt sie an. „Wir hoffen, dass wir so zumindest im Geiste vereinigt sind und uns viele Menschen begleiten. “

Eine Landmarke des Glaubens

Der Kreuzweg, der seit dem vergangenen Jahr aus 14 künstlerisch gestalteten Stationen aus Cortenstahl besteht (jeweils rund 1,5 Meter hoch und 40 Zentimeter breit) und in den Jahren zuvor nur durch Flatterband kenntlich gemacht worden war, wurde erst im vergangenen Jahr eingeweiht. Die Traditionsveranstaltung erfuhr dabei eine überwältigende Resonanz. Mehr als 450 Gläubige hatten trotz des unbeständigen Wetters mit Regen, Hagel und Sonnenschein teilgenommen.

Der Haldenkreuzweg hat für die Stadt Ahlen und deren Bürger eine besondere Bedeutung. Denn die Aufstellung der Stelen war seinerzeit von allen christlichen Gemeinden – katholisch, evangelisch, evangelisch-freikirchlich, syrisch-orthodox und griechisch-orthodox – unterstützt worden. Landrat Dr. Olaf Gericke sprach bei der Einweihung von einer „grandiosen Leistung”. Die Zeche und die Halde seien zwar schon immer eine Landmarke gewesen. Der Kreuzweg mit den Stelen sei allerdings eine Landmarke des Glaubens für den Kreis und das ganze Münsterland.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Fördervereins unterwww.haldenkreuz.de. Dort sowie auf YouTube wird die Kreuzweg-Aufzeichnung veröffentlicht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7342680?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker