Städtisches Gymnasium
Lernen im virtuellen Klassenraum

Ahlen -

Über IServ werden Schüler zurzeit mit Aufgaben versorgt. Am Städtischen Gymnasium läuft das gut. Die Plattform erinnert sogar, wenn eine Unterrichtseinheit noch nicht erledigt wurde.

Donnerstag, 26.03.2020, 14:22 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 18:26 Uhr
Schulleiter Meinolf Thiemann ist begeistert von der Funktionalität der Schulplattform IServ.
Schulleiter Meinolf Thiemann ist begeistert von der Funktionalität der Schulplattform IServ. Foto: Peter Schniederjürgen

Auch für Schüler ist zurzeit Homeoffice angesagt. Um hier verbindlich und systematisch arbeiten zu können, gibt es den von der Stadt zur Verfügung gestellten neuen Schulserver IServ. „Der ist seit Anfang der Woche mit der neuen Plattform IServ für die Schule zugänglich“, sagt Meinolf Thiemann , Leiter des Städtischen Gymnasiums. An seiner Schule sind bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Schüler im System angemeldet.

Übersichtliche Oberfläche

So dient IServ als digitaler Lehr- und Lernort. Die Schüler können diesen neuen Lernweg nun von Zuhause aus erkunden. In den kommenden Wochen haben die Mädchen und Jungen durch die Nutzung von IServ die Möglichkeit, Aufgaben ihrer Fachlehrer zu bearbeiten und abzugeben.

Ein großer Vorteil ist die übersichtliche und gut zu navigierende Oberfläche. „Ich finde es gut, dass eine Plattform genutzt wird, die relativ selbsterklärend ist“, berichtet Englischlehrerin Patricia Neldner von ihren Erfahrungen mit IServ. Das sichere für Schüler und Lehrer den eigenständigen Umgang mit dem System. „Sollten dennoch Schwierigkeiten auftreten, steht Sebastian Wollmann beratend zur Seite“, verspricht der Schulleiter seinem Team im virtuellen Lehrerzimmer.

Ich finde es gut, dass eine Plattform genutzt wird, die relativ selbsterklärend ist.

Patricia Neldner

Denn auch das ist IServ: ein Messenger für Lehrer und Schüler. Das „Lehrerzimmer“ für die einen, virtuelle Pausenhalle und Klassenzimmer für die anderen. So stellt IServ eine simple und effektive Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern sicher.

Mit Hilfe des Messengers können die Schüler entweder in den virtuellen Kursräumen oder per Direktnachrichten mit den Lehrern und den Mitschülern in Kontakt treten. So kann während der Aufgabenbearbeitung ein Austausch stattfinden. „Durch die unterschiedlichen Module der Plattform ist es möglich, den Schülern Aufgaben für einen bestimmten Zeitraum zu stellen und ihnen dabei Hilfestellungen zu geben“, fasst Biologielehrerin Andrea Pogodalla zusammen. „Obwohl am Städtischen Gymnasium wie an allen anderen Schulen des Landes bis auf Weiteres kein Unterricht mehr stattfindet, können Schüler und Lehrer dank IServ vom eigenen Schreibtisch aus miteinander lernen und kommunizieren“, freut sich Meinolf Thiemann.

Großer Kraftakt

Auch einige Lehrer haben für ihre Klassen und Kurse virtuelle Räume eingerichtet. Hierüber kann man fachliche Rückfragen zu den Arbeitsmaterialien oder allgemeine Fragen in die Gruppe stellen. „Wir sammeln so nun in einer Notsituation Erfahrungen, die wir sonst erst langsam bis zum Sommer gemacht hätten“, erklärt der Schulleiter. Besonders lobt er Sebastian Wollmann. „Der Kollege hat gemeinsam mit der IT Ahlen in einem großen Kraftakt innerhalb sehr kurzer Zeit alle Vorbereitungen für diese Aktion auf den Weg gebracht.“

Von den rund 660 Schülern sind bis auf 20 alle eingebunden. Sorgen machen allerdings etwa zehn Schüler, die wahrscheinlich keinen Zugang zum Internet haben. Doch die Schule ist schon auf der Suche nach Lösungen.

Alles in allem konstatiert der Schuleiter nach einer Woche, dass sich die Lernplattform bewährt hat und sehr gut funktioniert. „Natürlich müssen wir als Lehrer und die Schüler noch einiges dazulernen. Aber diese Situation ermöglicht es uns, Schwachstellen zu erkennen und nachzusteuern“, resümiert Meinolf Thiemann.

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