Stadt hat Anwalt eingeschaltet
Weststraße ein Dauerpflegefall?

Ahlen -

Schon wieder musste in dieser Woche das Pflaster in der „Begegnungszone“ neu verfugt werden. Die Stadt hat jetzt ein Gutachten eingeholt und prüft rechtliche Schritte gegen die ausführende Baufirma.

Samstag, 28.03.2020, 16:22 Uhr aktualisiert: 30.03.2020, 12:00 Uhr
Achtung Rollsplitt: Die erst Anfang Februar zuletzt abgeräumten Warnschilder stehen seit Dienstag dieser Woche wieder an den Eingängen zur „Begegnungszone“ Weststraße.
Achtung Rollsplitt: Die erst Anfang Februar zuletzt abgeräumten Warnschilder stehen seit Dienstag dieser Woche wieder an den Eingängen zur „Begegnungszone“ Weststraße. Foto: Peter Harke

Gefühlt waren sie gerade erst abgeräumt worden, Anfang Februar etwa. Jetzt stehen sie wieder an ihren schon angestammten Plätzen an den Eingängen zur „Begegnungszone“ Weststraße, die Warnschilder „Achtung Rollsplitt“. Zum wiederholten Mal musste in dieser Woche im Abschnitt zwischen Volksbank und Kunstmuseum das Pflaster im Bereich der Fahrbahn nachverfugt werden. Zuvor hatten sich erneut zahlreiche Steine gelockert und zum Teil gehoben, wodurch potenziell gefährliche Stolperkanten für Fußgänger entstanden waren. Das Klackern beim Befahren der am stärksten betroffenen Stellen war selbst mit geschlossenem Fenster im Auto nicht zu überhören.

Wird das jetzt zum Dauerzustand, dass die erst im Dezember 2018 fertiggestellte Straße immer wieder nachgebessert werden muss? Der städtische Pressesprecher Frank Merschhaus bestätigt auf Anfrage, dass am Dienstag Arbeiten „zur Verkehrssicherung“ durchgeführt wurden. Er stellt fest: „Die Begegnungszone bleibt nur dann befahrbar, wenn regelmäßig die Fugen nachgesplittet werden.“ Die Ursache dafür sei „uner­freulich“. Merschhaus: „Gutachterlich sind Fehler in Planung und Bauausführung festgestellt worden. Die Gewährleistung ist zum Glück noch nicht abgelaufen, so dass Ansprüche ge­gen den externen Planer und die beauftragte Baufirma geltend gemacht werden können.“ Die Stadt habe ei­nen Anwalt eingeschaltet.

Solange der Ausgang eines möglichen Rechtsstreits offen ist, bleibt den Ahlener Umweltbetrieben wohl nichts anderes übrig, als die Situation weiter zu beobachten und, falls erforderlich, zu reagieren. Merschhaus versichert: „Um die gefahrlose Befahrbarkeit der Straße sicherzustellen, wird sie regelmäßig in Augenschein genommen.“

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