Ausbau geht weiter
Glasfasernetz rund um die Jahnwiese

Nach den Ortsteilen Dolberg und Vorhelm-Bahnhof ist jetzt die Innenstadt an der Reihe: Als nächstes Ausbaugebiet für das Glasfasernetz nehmen die Stadtwerke und Telekommunikationsanbieter Helinet jetzt den Ahlener Norden im Umfeld der ehemaligen Jahnwiese ins Visier.

Mittwoch, 01.04.2020, 10:30 Uhr
Transparente am Rande des Baufeldes künden schon davon: Auf der ehemaligen Jahnwiese kann künftig zwar nicht mehr gekickt, aber dafür mit Vollgas im Internet gesurft werden.
Transparente am Rande des Baufeldes künden schon davon: Auf der ehemaligen Jahnwiese kann künftig zwar nicht mehr gekickt, aber dafür mit Vollgas im Internet gesurft werden. Foto: Peter Harke

Ahlen„Das nächste Ausbaugebiet wird definitiv in Ahlen sein“, hatte Hans Jürgen Tröger vor drei Wochen bei ei­nem Ortstermin am Asternweg anlässlich der Freischaltung der ersten 250 Glasfaseranschlüsse in Dolberg angekündigt. Wo genau dieses sogenannte Cluster (engl. für Bündel) sein würde, wollte er zum damaligen Zeitpunkt noch nicht verraten. Jetzt konnte Tröger das Geheimnis lüften, am Montag bei seiner letzten Pressekonferenz als Geschäftsführer der Stadtwerke Ahlen gab er im Beisein des Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Kiowsky bekannt: „Es ist die Jahnwiese.“ Im Zuge der Erschließung des neuen Baugebietes hätten die Stadtwerke zusammen mit den Versorgungsleitungen die Leerrohre für die Breitbandverkabelung gleich mitverlegt.

Es geht um 1000 Haushalte im Nordenstadtteil

Aber nicht nur die künftigen Eigenheimbesitzer an der Spilbrinkstraße werden, wenn sie es denn wollen, in den Genuss von Highspeed-Internet kommen. Die Stadtwerke und ihr Partner, der Hammer Telekommunikationsanbieter Helinet, wollen das Glasfasernetz in einem größeren Radius um den früheren Fußballplatz ausbau­en. „Es geht potenziell um circa tausend Haushalte im Ahlener Norden“, erklärte Tröger. Wie viele mitmachen müssten, damit sich die Investition amortisiert, konnte er noch nicht konkret sagen, das hänge auch vom erforderlichen Umfang der Tiefbauarbeiten ab. Für Dolberg und Vorhelm-Bahnhof war auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsberechnung eine Mindestabdeckung von jeweils 40 Prozent die Maßgabe gewesen, die in beiden Gebieten deutlich übertroffen wurde.

Bauarbeiten in Dolberg gehen weiter

Die Sorge einiger Kunden, dass aufgrund der Coronakrise im Lambertidorf jetzt ein Baustopp drohen könnte, zerstreut Tröger im Übrigen: „Es geht weiter.“ Das beauftragte Tiefbauunternehmen habe allerdings seine Kolonnen etwas reduziert, um für den Fall der Fälle immer noch genug Personal in Reserve zu halten. An die gleiche Firma sei je­denfalls auch der Anschlussauftrag für Vorhelm-Bahnhof schon erteilt worden, so Tröger.

Die Nachfragebündelung im Bereich Jahnwiese und Umgebung soll nach den Sommerferien starten. Ob dann öffentliche Informationsveranstaltungen und Kontakte an der Haustür wieder möglich sein werden, hängt davon ab, wann die Corona-Pandemie überwunden ist und die Beschränkungen sozialer Kontakte aufgehoben werden können.

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