Wohnbebauung Hansastraße
Neuer Glanz für ein früheres Zentrum

Ahlen -

Ein Investor aus den Niederlanden will der Hansastraße zu neuem Glanz verhelfen: mit moderner Wohnbebauung auf einem Areal, das zurzeit alles andere als ansehnlich ist.

Montag, 06.04.2020, 12:20 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 15:30 Uhr
Dr. Alexander Berger (l.) und Markus Gantefort halten die Pläne für die Bebauung an der Hansastraße in die Kamera.
Dr. Alexander Berger (l.) und Markus Gantefort halten die Pläne für die Bebauung an der Hansastraße in die Kamera. Foto: Stadt Ahlen

Mit einer erheblichen städtebaulichen Aufwertung kann schon bald die Hansastraße rechnen. „Der hier vorgesehene Wohnungsbau ist nicht nur optisch sehr ansprechend, er leistet auch einen wichtigen Beitrag zu bezahlbarem Wohnen in unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Dr. Alexander Berger . Die Hansastraße erhalte mit dem Projekt der AGATE Investments GmbH aus Hennef ein Stück ihres früheren Glanzes zurück. Zu Zeiten des Bergbaus war sie pulsierendes Einzelhandelszentrum im Ahlener Osten, verlor aber spätestens mit Schließung der Zeche Westfalen zunehmend an früherer Bedeutung. „Ich bin mir sicher, dass wir zusammen mit dem Investor einen positiven Akzentsetzen werden, von dem weitere Impulse für das Quartier ausgehen werden“, sieht Berger Anlass zu begründetem Optimismus. Bereichert wird die Hansastraße um ein modernes Wohnquartier mit insgesamt 43 Wohneinheiten, für die zum größten Teil öffentliche Förderung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus beabsichtigt ist.

Projektzeichnung für 43 moderne Wohnungen.

Projektzeichnung für 43 moderne Wohnungen. Foto: Stadt Ahlen

Entstehen wird das Projekt auf einem von Hansastraße, Wichernstraße und Knappenweg eingerahmtem dreieckigen Baugrundstück. Heute befindet sich auf dem 2775 Quadratmeter großen Areal neben einem Wohnhaus ein leerstehendes Ladenzentrum, dessen Außenbereich in der Vergangenheit immer wieder Unrat angezogen und zu Unmut in der Nachbarschaft geführt hat. „Eigentlich hätten wir schon Abriss-Aktivitäten sehen sollen, die sind aber wie so vieles in diesen Tagen wegen der Corona-Situation aufgeschoben worden“, sagt Stadtplaner Markus Gantefort und wirft zugleich den Blick nach vorne. Beabsichtigter Baubeginn ist auf dem schon eingezäunten Gelände nach heutigem Planungsstand im Sommer.

Eigentlich hätten wir schon Abriss-Aktivitäten sehen sollen.

Markus Gantefort

Die künftigen Wohnungen verteilen sich auf zwei Baukörper: einer abgestaffelten, maximal viergeschossigen Zeilenbebauung mit 34 Wohnungen entlang der Hansastraße und einer dreigeschossigen Punktbebauung mit neun Wohnungen im Bereich der Wichernstraße/Ecke Knappenweg. „Die Wohnungsgrößen reichen von der kleinen Zwei-Raum-Wohnung, die geeignet ist für Singles und Paare mit maximal 62 Quadratmeter bis hin zur Fünf-Raum-Wohnung für große Familien mit bis zu 107 Quadratmeter“, erklärt Investor Etienne Courtens, der wegen der Covid-19-Restriktionen nicht zur Vorstellung des Projekts aus den Niederlanden nach Ahlen reisen konnte. Das Erscheinungsbild werde „wertig sein, mit stehenden Fensterfronten“. Den Entwurf hat das Dortmunder Büro „Lindner Lohse Architekten BDA“ gefertigt.

Planung für den Bereich Bereich der Wichernstraße/Ecke Knappenweg

Planung für den Bereich Bereich der Wichernstraße/Ecke Knappenweg Foto: Stadt Ahlen

Sämtliche Wohnungen verfügen über Balkone und sind barrierefrei und zum Teil auch rollstuhlgerecht ausgeführt, was auch an denin beiden Häusern vorgesehenen Aufzügen zu erkennen ist. Der Auftrag zum Abriss der hinteren Altgebäude ist bereits an eine niederländische Firma vergeben worden, wobei umständehalber kein exakter Beginn genannt werden kann. Im Spätsommer kommt planmäßig die Ladenzeile zur Hansastraße hin unter die Baggerschaufel. Sehrzufrieden ist Etienne Courtens mit der „prächtigen Kooperation“, die er in Ahlen erlebt. „Das betrifft sowohl die einmütige Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat, als auch die problemlose Erteilung der Baugenehmigung durch die Stadt Ahlen.“ Bürgermeister Berger freut sich darauf, dass sich das Wohnumfeld spürbar verbessern wird. „Die Hansastraße wird wieder zu einer Adresse werden, an die man aus allen Stadtteilen gerne ziehen möchte.“

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