Zwölf Bewohner und sieben Mitarbeiter „positiv“
Quarantäne im Seniorenzentrum

Ahlen -

Im Seniorenzentrum am Domizil in Ahlen sind zwölf Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv getestet worden. Die vierte Etage steht jetzt unter Corona-Quarantäne. Die Nachbareinrichtung ist nicht betroffen!

Montag, 13.04.2020, 10:46 Uhr aktualisiert: 13.04.2020, 18:17 Uhr
Die vierte Etage des „Seniorenzentrums am Domizil“ steht unter Quarantäne. Zwölf Bewohner und sieben Mitarbeiter wurden auf den Coronavirus positiv getestet, wie Betreiber Michael Kamp am Montag informierte.
Die vierte Etage des „Seniorenzentrums am Domizil“ steht unter Quarantäne. Zwölf Bewohner und sieben Mitarbeiter wurden auf den Coronavirus positiv getestet, wie Betreiber Michael Kamp am Montag informierte. Foto: Ulrich Gösmann

Corona-Quarantäne im „Seniorenzentrum am Domizil“, Im Herbrand. Geschäftsführer Michael Kamp bestätigt am Montagmorgen: „Zwölf Bewohner und sieben Mitarbeiter sind positiv getestet worden.“ Niemand zeige bislang deutliche Symptome. Ein Patient habe leichtes Fieber, ein anderer den Ansatz eines Schnupfens.

Stunden der Ungewissheit liegen hinter dem Chef der AP-Pflegedienste GmbH mit Sitz in Emsdetten. Anfang der vergangenen Woche sei eine Mitarbeiterin positiv getestet worden. Zwei weitere suchten daraufhin ihre Hausärzte auf. Ergebnisse: ebenfalls positiv. „Wir haben dann gesagt, wir testen alle einmaldurch“, berichtet Kamp. Am Karsamstag war das Kreisgesundheitsamt in der Einrichtung im Herbrand. 38 Bewohner und rund 40 Mitarbeiter unterzogen sich einem Test. Am Sonntagabend dann das Ergebnis. Und sofortige Reaktion: „Alle Bewohner, die positiv getestet wurden, sind ins 4. Obergeschoss verlegt worden“, erklärt der Betreiber. Ein Schleusensystem sei für eine klare Trennung installiert worden. Die gilt auch zur Nachbareinrichtung, die von Corona nicht betroffen ist.

Die Einrichtung der AP-Pflegedienste

Die Einrichtung der AP-Pflegedienste Foto: Ulrich Gösmann

Der Geschäftsführer lobt die selbstlose Bereitschaft der positiv getesteten Mitarbeiter, die gleichfalls positiv getesteten Patienten im 4. OG weiter zu versorgen. „Das fand‘ ich fantastisch.“

Angehörige wurden am Montagmorgen informiert. Seit acht Uhr liefen persönliche Gespräche. Gerade jetzt, so Kamp, sei das Besuchsverbot für viele schmerzlich. Aber alternativlos. Der Radius der Untersuchungen wird jetzt vergrößert und konzentriert sich auf das persönliche Umfeld der betroffenen Mitarbeiter.

Es geht nicht darum, dass es uns trifft. Es geht darum, wann es uns trifft.

Michael Kamp

„Wir hatten drei Wochen Besuchsverbot und trotzdem ist das Virus reingekommen. Den Weg können wir nicht zurückverfolgen“, sagt Michael Kamp. Der Betreiber zeigt sich gefasst: „Es geht nicht darum, dass es uns trifft. Es geht darum, wann es uns trifft.“

Die AP Pflegedienste betreiben sieben Einrichtungen. Auf Ahlener Gebiet sind es die „Drücke Möhne“ (Vorhelm) und der „Rosengarten“ (ehemals „Gezeitenland“). Dort, so Kamp, seien aktuell keine Corona-Fälle bekannt.

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