Freibad „ready to go“ für den Start
Ein Sommer ohne Saison?

Ahlen -

Die Vorbereitungen laufen, als sei nichts gewesen: Ahlens Freibad rüstet sich für den Tag X. Mit neuer Attraktion und der großen Hoffnung, dass die Saison 2020 durch eine Corona-Zwangspause nicht komplett baden geht.

Montag, 13.04.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 13.04.2020, 18:40 Uhr
Hier soll sie hin. Das Fundament für die Climbing-Wall ist frisch gegossen. Der Aufbau wird noch im April erwartet.
Hier soll sie hin. Das Fundament für die Climbing-Wall ist frisch gegossen. Der Aufbau wird noch im April erwartet. Foto: Ulrich Gösmann

Ein Sommer ohne Saison? „Jeder macht sich so seine Gedanken“, bekennt Dr. Alfred Kruse . Gut sei es in dieser Zeit, die Hoffnung zu bewahren. „Warum sollte nicht der Tag X kommen, an dem wir eröffnen dürfen?“ Der neue Geschäftsführer der Bädergesellschaft zeigt sich bei seinem ersten Pressetermin im Freibad als Optimist – und setzt ein deutliches Signal: „Wir wollen ready to go sein.“

Die Vorbereitungen laufen, als sei nichts gewesen. Der Hochdruckreiniger strahlt durchs Edelstahlbecken. Gleich nebenan auf den ersten Metern Wiese wird ein neues Segel installiert. 64 Quadratmeter groß, von der Sonne einladend durchleuchtet. Rot hier, blau auf der gegenüberliegenden Seite: Für Betriebsleiter Thomas Schliewe eine „sinnvolle Geschichte“. Und ein Wunsch vieler Gäste.

Im großen Schwimmbecken staut sich noch das alte Wasser, grünlich gefärbt von den Ablagerungen der Wintermonate, die nie welche waren. Doch Stillstand auch hier nicht: Die neue Freibad-Attraktion kündigt sich mit einem frisch gegossenen Fundament an. Die Climbing-Wall soll noch in diesem Monat geliefert und in unmittelbarer Nachbarschaft des Sprungturms installiert werden.

Neue Sonnensegel auf den Wiesen.

Neue Sonnensegel auf den Wiesen. Foto: Ulrich Gösmann

Arbeiten auch vorne am Eingang. Die neuen Drehkreuze sind gerade eingetroffen. Noch in Folien verpackt, beziehen sie nach den Osterfeiertagen Position. Der Durchgang zum Bad ist zwar noch der alte. Alles andere aber neu. Der Kassenautomat wandert – raus aus der Mitte – zwei Meter nach vorne und stellt sich links zur Seite. Rechts ragt das Kassenhäuschen einen halben Meter raus. Schiebefenster statt Schiebetür: Das macht‘s für beide Seiten einfacher. In der Mitte nun viel Platz für gleich drei Drehkreuze, die zwei Meter weiter zurückliegen. Was die Durchlassfrequenz zu Spitzenzeiten nicht nur um das Dreifache steigert. Kühltaschen und aufgeblasene Luftmatratzen schaffen es barrierefrei durch, weil die Kreuze – wie im Parkbad – in Bauhöhe enden.

Die Drehkreuze sind eingetroffen. Thomas Schliewe erwartet die Installation gleich nach den Osterfeiertagen.

Die Drehkreuze sind eingetroffen. Thomas Schliewe erwartet die Installation gleich nach den Osterfeiertagen. Foto: Ulrich Gösmann

Mehr noch der Entlastung: An der Heisenbergstraße liegt das Fundament für einen separaten Ausgang. Eine Zuwegung wird in Kürze verlegt.

Fortschritte auch in der Heizzentrale. Der Brand des Blockheizkraftwerkes im Februar ist verdaut, die Technik ausgetauscht. „Wir sind nach zweieinhalb Monaten wieder betriebsbereit“, freut sich Prokurist Uwe Friedrichs. Sein Lob geht an die beteiligten Firmen und an die eigenen Mitarbeiter. „Das ist eine große Leistung gewesen.“ Die Kosten könnten sich auf bis zu 200 000 Euro summieren. Ein Versicherungsfall.

Von der Freibadanlage zeigt sich der neue Geschäftsführer sichtlich angetan. Er sei zwar an einem grauen Wintertag schon einmal hier gewesen. „Das hier ist jetzt aber das erste Mal, dass ich alles in der Sonne sehe. Ich bin begeistert.“ Und: „Jetzt warten wir darauf, dass unsere Gäste hier wieder ihren Spaß haben dürfen.“

Das Blockheizkraftwerk ist wieder funktionsfähig. Uwe Friedrichs lobt den gemeinsamen Kraftakt.

Das Blockheizkraftwerk ist wieder funktionsfähig. Uwe Friedrichs lobt den gemeinsamen Kraftakt. Foto: Ulrich Gösmann

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