Medizinstudenten helfen im St.-Franziskus-Hospital mit
Sie leisten einfach so ihren Dienst

Ahlen -

Medizinstudenten der Uni Münster zeigen in der Coronakrise vollen Einsatz im Ahlener St.-Franziskus-Hospital. Und der ist hoch willkommen.

Samstag, 18.04.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 19.04.2020, 18:25 Uhr
In der Coronakrise unterstützen Studentinnen und Studenten das Team im St.-Franziskus-Hospital Ahlen: (oben v.l.) Solveig Reinecke, Stefan Schlüter, Hannah Eickhölter, (unten v.l.) Atessa Ghaeezadeh, Laureen Warncke, Carsten Müller.
In der Coronakrise unterstützen Studentinnen und Studenten das Team im St.-Franziskus-Hospital Ahlen: (oben v.l.) Solveig Reinecke, Stefan Schlüter, Hannah Eickhölter, (unten v.l.) Atessa Ghaeezadeh, Laureen Warncke, Carsten Müller. Foto: St.-Franziskus-Hospital

Temperatur messen, Besucher managen und dazu noch eine kurze Erstbefragung der angekommen Patienten – die engagierten Medizinstudenten der WWU Münster zeigen in der Coronakrise vollen Einsatz im Ahlener St.-Franziskus-Hospital. Sie arbeiten im Bereich der Erstsichtung von neuen Patienten und klären mögliche Symptome, organisieren nach etablierten Verfahrensanweisungen die weitere ärztliche Betreuung in der zentralen Notaufnahme, in der Notfallpraxis und auf der Aufnahmestation. Dazu werden sie in der zen­tralen Notaufnahme eingesetzt und helfen mit, wenn die zu betreuenden Patientenzahlen ansteigen sollten.

„Wir im St.-Franziskus-Hospital Ahlen arbeiten gerne mit diesen jungen Menschen zusammen, die über die Maßen gesellschaftliche Verantwortung, insbesondere in Krisenzeiten, übernehmen. Sie stellen keine Bedingungen, sondern leisten einfach so ihren Dienst. Dafür möchten wir Danke sagen. Diese Form der Unterstützung ist nicht selbstverständlich und diese Personen sind unglaublich wertvoll“, so der Ärztliche Direktor Dr. Frank Klammer. „Sie haben sich nicht beworben, um primär Geld zu verdienen. Sie sind da, weil sie sich in den schwierigen Zeiten aktiv einbringen wollten. Sie sind Teil eines medizinischen Teams, akzeptiert, geschätzt, gebraucht.“

Sie haben sicht nicht beworben, um primär Geld zu verdienen.

Dr. Frank Klammer

Das „Corona-Hilfsprojekt“ wurde durch das Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ins Leben gerufen. In der lehrfreien Zeit ließen sich rund 1800 Medizinstudenten für den speziellen Corona-Einsatz schulen. Für das „Corona-Hilfsprojekt“ standen den Lehrkrankenhäusern im Anschluss 500 Studenten auf Anfrage zur Verfügung.

Wenn die Zahl der Corona-Patienten im Kreis Warendorf erneut exponentiell anwachsen sollte, bedeutet der Medizinernachwuchs nicht nur eine Entlastung des medizinischen Personals, sondern auch in der Notfallsituation eine wertvolle, weitreichende Unterstützung in der Patientenversorgung.

Das St. Franziskus-Hospital ist bereits gerüstet. Die Ruhe vor dem vermuteten Sturm wurde genutzt. Schon seit Jahren greift es auf einen Pool an Studentinnen und Studenten zurück, die an Wochenenden und Feiertagen das Operationsteam bei Notfalleingriffen unterstützt haben. Dieses Team wurde um sechs freiwillige Studentinnen und Studenten des Corona-Projekts und von weiteren Universitäten erweitert: Hannah Eickhölter, Laureen Warncke, Solveig Reinecke, Atessa Ghaeezadeh, Stefan Schlüter und Carsten Müller. Auch an den Osterfeiertagen waren sie im Einsatz.

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