Reisevereinigung Ahlen und Umgegend erleichtert
Flugsaison startet verspätet

Ahlen -

Aufatmen bei den Taubenzüchtern: Die Flugsaison der Reisevereinigung Ahlen und Umgegend kann heute doch noch starten – mit Verspätung.

Sonntag, 03.05.2020, 17:01 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 11:24 Uhr
Darauf haben die Taubenzüchter gewartet: Ab Dienstag ist der Kabinenexpress der Reisevereinigung Ahlen wieder auf den Straßen und Autobahnen im Einsatz.
Darauf haben die Taubenzüchter gewartet: Ab Dienstag ist der Kabinenexpress der Reisevereinigung Ahlen wieder auf den Straßen und Autobahnen im Einsatz. Foto: Franz Börste

Eigentlich hätte die Flugsaison der Brieftaubenzüchter schon am 11. April mit der ersten Vortour ab Brilon beginnen sollen, doch die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem und hat auch dafür gesorgt, dass zunächst keine Trainings- und Preisflüge organisiert und durchgeführt werden konnten.

Umso erfreulicher ist die Mitteilung des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter, dass das Land Nordrhein-Westfalen im Zuge einiger Lockerungen und unter Einhaltung einiger Auflagen mit Wirkung vom 4. Mai das Einsetzen von Brieftauben zu Trainings- und Preisflügen wieder gestattet. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch wohl, dass das Friedrich-Loeffler-Institut zurzeit keine Hinweise darauf gibt, dass sich Nutztiere mit SARS-CoV-2 infizieren können.

Einsatzkonzept erarbeitet

Die Reisevereinigung Ahlen und der Regionalverband 416 Ems-Werse nutzen die Gelegenheit, die Flugsaison 2020 mit dem ersten Vorflug ab Brilon am Dienstag, 5. Mai, in die Flugsaison 2020 zu starten.

Reisevereinigungen und Fluggemeinschaften sind gehalten, das vom Verband Deutscher Brieftaubenzüchter und mit dem zuständigen Ministerium des Landes erarbeitete Einsatzkonzept mit den entsprechenden Vorgaben einzuhalten.

So darf das Einsatzgeschäft grundsätzlich nur auf einem eingefriedigten Privatgelände erfolgen, wie am Brieftaubenzentrum an der Sachsenstraße, so dass die Öffentlichkeit zu diesem Gelände keinen Zutritt hat. Außerdem ist darauf zu achten, dass es nicht zum Zusammentreffen von großen Personengruppen kommen kann.

30 aktiv reisende Mitglieder

Die behördlich vorgeschriebenen Abstandsregelungen sind einzuhalten wie auch das Tragen von Schutzmasken und Handschuhen und Hand-Desinfektionen der Einsatzhilfskräfte, welche die Tiere in die Transportboxen setzen. Das wird zeitaufwendiger sein als in den Jahren zuvor. Bei etwa 30 aktiv reisenden Mitgliedern, die froh sind, dass die Flugsaison – wenn auch verspätet – überhaupt beginnen kann, darf mit dem notwendigen Verständnis für die Erschwernisse beim Einsetzen der Tiere in die Boxen zu rechnen sein.

Da ein Großteil der Züchter zur Risikogruppe zählt, werden sie sich im eigenen Interesse für ihre Gesundheit an die Vorgaben des Flugveranstalters und des Landes NRW halten, das weitere Lockerungen in Aussicht gestellt hat.

Das Einsetzen der Tiere ist am heutigen Montag in der Zeit von 18 bis 20 Uhr. Beginnen werden die Sportsfreunde, die ein „Tipes“-Einsatzgerät haben. Es folgen die Züchter mit den Systemen „Tauris“ und „Unikon“.

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