Personalwechsel in der „Westfalen-Kaserne“
„Spieß bleibt Spieß“

Ahlen -

Daniel Wellmann wurde jetzt nicht nur zum Oberstabsfeldwebel befördert, sondern ist neuerdings auch „Spieß“ der vierten Kompanie in der „Westfalen-Kaserne“. Sein Vorgänger wechselt in selber Funktion zur Zivilen Aus- und Weiterbildung (ZAW).

Montag, 18.05.2020, 11:30 Uhr
Oberstabsfeldwebel Thorsten Schmiech (l.) begrüßte mit Oberstabsfeldwebel Daniel Wellmann seinen Amtsnachfolger – den neuen Spieß der vierten Kompanie.
Oberstabsfeldwebel Thorsten Schmiech (l.) begrüßte mit Oberstabsfeldwebel Daniel Wellmann seinen Amtsnachfolger – den neuen Spieß der vierten Kompanie. Foto: Christian Wolff

Das Personalkarussell in der „Westfalen-Kaserne“ dreht sich weiter. Nach Wechseln an der Spitze der ersten und zweiten Kompanie im Vormonat stand am Freitag erneut ein Spieß auf dem Besetzungsplan – verbunden mit einer Beförderung.

Aufgrund der Schutzbestimmungen rund um die Corona-Pandemie erfolgte auch dieser Wechsel im Anschluss an das Gelöbnis (wir berichteten) ohne großes Beiwerk und unter Einhaltung der nötigen Abstands- und Hygieneregeln. Diesmal ging es um die Geschicke der vierten Kompanie.

Oberstabsfeldwebel Thorsten Schmiech , der das Aufklärungsbataillon 7 seit seiner Aufstellung zum 1. Juli 2015 in Augustdorf mit dem kurz darauf folgenden Wechsel nach Ahlen begleitet hat, wurde von Oberstleutnant Timo Gadow verabschiedet. Der 49-jährige Detmolder darf aber weiterhin die charakteristische gelbe Kordel tragen, denn er bleibt Spieß am Standort – allerdings künftig für die Zivile Aus- und Weiterbildung (ZAW). Auf diese Verwendung freut sich der erfahrene Soldat bereits, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Er war Wunschnachfolger

Daniel Wellmann , der am Tag der Amtsübergabe zum Oberstabsfeldwebel befördert wurde, übernimmt nun Schmiechs Funktion in der vierten Kompanie. „Er war mein Wunschnachfolger“, bekannte der Vorgänger bei der Übergabezeremonie vor dem Kompaniegebäude. Der 44-jährige Wellmann lebt in Velen (Kreis Borken) und trat im Jahr 1996 in die Bundeswehr ein. Seine Laufbahn führte ihn von der Artillerie bis zu den Luftlandeaufklärern. Seit September 2015 ist er in Ahlen stationiert, die erste Zeit als Kompanietruppführer. Hier fühlt er sich sichtlich wohl, wie der Kommandeur am Freitag ausführte.

Soldaten in „Corona-Mission“

Ansonsten bestimmt Corona den soldatischen Alltag weiterhin an vielen Stellen. Für sechs Aufklärer derzeit sogar in besonderem Maße, denn die Bundeswehr in Nordrhein-Westfalen unterstützt unter anderem das Elisabeth-Rook-Haus in Solingen. Die Ahlener Soldaten gehen dort mit den Bewohnern des Altenzentrums nach draußen, unterhalten sich mit ihnen oder spielen Gesellschaftsspiele. Der Dienst wird freiwillig im Rahmen einer Amtshilfe für die Pflegekräfte absolviert. Vor einigen Wochen startete bereits ein Unterstützungsprogramm in einem Coronazentrum im Ruhrgebiet.

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