Freibadsaison startet am Mittwoch um 6.30 Uhr
Schichtwechsel im Becken

Ahlen -

In zwei „Schichten“ werden sich ab Mittwoch die Besucher des Freibades aufteilen müssen. In der Mittagszeit von 12 bis 14 Uhr bleiben die Tore zu, um Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten durchführen zu können.

Dienstag, 26.05.2020, 08:50 Uhr
Der Sprung vom Beckenrand war schon immer verboten. Welche zusätzlichen Regeln in Coronazeiten im Freibad gelten, erläuterten (v.r.) der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Dr. Alfred Kruse, die Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Buschkamp und Betriebsleiter Thomas Schliewe.
Der Sprung vom Beckenrand war schon immer verboten. Welche zusätzlichen Regeln in Coronazeiten im Freibad gelten, erläuterten (v.r.) der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Dr. Alfred Kruse, die Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Buschkamp und Betriebsleiter Thomas Schliewe.

Ein Thermometer braucht Thomas Schliewe nicht. Er taucht kurz die Finger der rechten Hand ins Nichtschwimmerbecken, um die Frage, wie warm das Wasser ist, beantworten zu können: „24, 25 Grad – sehr angenehm.“ Das Wetter kann der Betriebsleiter der Ahlener Bä­der allerdings noch nicht vorhersagen, da hilft der Blick in eine der einschlägigen Apps auf dem Handy. Um die fünf, vielleicht sieben Grad wird die Lufttemperatur betragen, wenn sich am Mittwochmorgen um 6.30 Uhr erstmals in diesem Jahr die neuen Drehkreuze im Eingang des Freibades am Bür­ger­meister-Corneli-Ring in Bewegung setzen. Die hartgesottenen Frühschwimmer werden das wohl als ideale Bedingungen empfinden – und froh sein, endlich wieder ihre Bahnen ziehen zu können, wenn auch nicht ganz die gewohnten.

„Wir freuen uns, dass es soweit ist“, erklärte Dr. Alfred Kruse , Geschäftsführer der Bädergesellschaft Ahlen, am Montag beim Pressetermin am Beckenrand – dem zweiten innerhalb von elf Tagen. Am 15. Mai hatte hinter dem Eröffnungstermin der Freibadsaison 2020 noch ein Fragezeichen gestanden. Dass es jetzt verschwunden ist, sei der „intensiven Vorbereitung“ durch Thomas Schliewe und sein Team zu verdanken, lobt Kruse. Dem kann sich die Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Buschkamp nur anschließen: Es sei „alles Erdenkliche getan worden“, um den Aufenthalt für die Gäste „so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten“. Einen „ungetrübten Badespaß“ werde es aber in Coronazeiten nur geben können, betont Kruse, wenn alle die Regeln akzeptierten. Insbesondere die Einhaltung der Mindestabstände werde zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern ein externer Sicherheitsdienst überwachen.

Hinweis zur Eröffnung der Freibadsaison 2020

Hinweis zur Eröffnung der Freibadsaison 2020 Foto: Peter Harke

Welche Maßnahmen das auf Grundlage der Rechtsverordnung des Landes NRW und der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen erarbeitete Hygieneschutzkonzept im Einzelnen vorsieht, erläuterte Thomas Schliewe.

Die wichtigsten Regeln für den Freibadbesuch

Öffnungszeiten: Von Montag bis Freitag öffnet das Freibad um 6.30 Uhr (an Wochenenden und Feiertagen um 8 Uhr). Um 12 Uhr müssen alle Besucher aus dem Wasser und vom Gelände. Von 14 bis 20 Uhr kann dann die zweite „Schicht“ ein (Sonnen-)Bad nehmen. Während der zweistündigen Schließung werden Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten durchgeführt. „Und wir können das Personal kontaktlos auswechseln“, erklärt Thomas Schliewe.

Obergrenze:Pro Öffnungszeitraum werden maximal 600 Gäste eingelassen, insgesamt also 1200 am Tag. Im Hochsommer, zumal in den Ferien, kann es also passieren, dass Besucher zurückgewiesen werden müssen.

Registrierung:Beim Betreten des Bades werden von jedem Gast persönliche Da­ten (Name, Anschrift, Telefonnummer) aufgenommen.

Sanitärbereiche: Umkleiden und Duschen dürfen von maximal zwei Personen gleichzeitig betreten werden. Stationäre Haartrockner bleiben außer Betrieb, ein eigener Föhn darf nicht mitgebracht werden.

Schwimmbetrieb: Die Wasserrutsche, der Sprungturm und die neue Water­climbing-Wand sind nur einzeln zu benutzen. Im Sportbecken werden gegenläufige Bahnen abgeteilt.

Thomas Schliewe hofft auf Verständnis für die „leider notwendigen“ Einschränkungen. „Die Alternative wäre gewesen, gar keine Freibadsaison zu haben.“ Als „Trostpflaster“ werde außerdem jeder Gast einen Verzehrgutschein im Wert von einem Euro für das Freibadbistro „La Garda“ erhalten. Auch den Frühschwimmern verspricht der Bäderleiter zum Saisonstart am Mittwoch ei­ne „andere kleine Überraschung“. Denn auf das übliche Frühstück werden sie diesmal verzichten müssen. Wenn‘s nur das ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7423650?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker