Varianten zur Sanierung des Feuerwehrhauses
Am Standort wird nicht gerüttelt

Vorhelm -

Dem klaren Bekenntnis des Löschzugs Vorhelm und der Empfehlung des Ahlener Feuerwehrchefs will auch der Ortsausschuss folgen und die Investitionen für das Feuerwehrhaus an der Augustin-Wibbelt-Straße sinnvoll konzipieren lassen.

Mittwoch, 27.05.2020, 05:51 Uhr aktualisiert: 27.05.2020, 14:24 Uhr
Die Dienstwohnung des Gerätewarts wird in Kürze frei. Für den Löschzug Vorhelm die unverhoffte Chance, das Raumpotenzial des Feuerwehrhauses an der Augustin-Wibbelt-Straße neu zu konzipieren. Die Verwaltung soll dazu nun mehrere Varianten erarbeiten.
Die Dienstwohnung des Gerätewarts wird in Kürze frei. Für den Löschzug Vorhelm die unverhoffte Chance, das Raumpotenzial des Feuerwehrhauses an der Augustin-Wibbelt-Straße neu zu konzipieren. Die Verwaltung soll dazu nun mehrere Varianten erarbeiten. Foto: Christian Wolff

Eins ist sicher: Der Löschzug Vorhelm sieht seine Zukunft am bisherigen zentralen Standort – und will daran festhalten. Auch Walter Wolf als Leiter der Feuerwehr Ahlen warb am Montagnachmittag im Ortsausschuss dafür, dem Gebäude an der Augustin-Wibbelt-Straße eine langfristige Perspektive zu geben.

Walter Wolf: „Feuerwehr gehört ins Dorf.“

„Als Notrufmeldestelle ist diese Position optimal“, betonte der Feuerwehrchef. Dann erinnerte Harald Krämer (SPD) daran, dass man sich in Dolberg mit einem Standortwechsel auch zunächst schwergetan habe, es aber am Ende bevorzugt hätte. „Wäre das nicht eine Überlegung wert?“ Walter Wolf berichtete, dass diese Überlegungen längst gemacht und ausdiskutiert worden seien: „Wir haben das in beiden Fällen geprüft.“ Er skizzierte die völlig unterschiedlichen Ausgangslagen der beiden Gerätehäuser. So sei vor Jahren schon ein Grundstück gegenüber der Hellbachhalle in Augenschein genommen worden. Doch letztlich wurden an der Augustin-Wibbelt-Straße in Folge mehr als 100 000 Euro investiert. „Die Feuerwehr gehört auch ins Dorf. Man würde dem Löschzug jetzt einen Bärendienst erweisen, wenn man für sie erneut die Standortfrage stellt. Dann passiert die nächsten zehn Jahre nämlich gar nichts mehr.“

Moderne Alarmumkleiden fehlen

Zwar bereiten fehlende Alarmumkleiden und der Zustand der Sanitäranlagen auch der Politik schon länger Sorgen, aber – anders als in Dolberg – ist der 1974 eröffnete Wachstandort platzmäßig großzügig und konzeptionell ausbaufähig. Das zeigte Wolf bei der Vorstellung des Brandschutzbedarfsplans auf, der die politische Grundlage für die Umgestaltung bietet.

Dienstwohnung wird in Kürze frei

Die vom Ausschuss bereits mit einem Sperrvermerk versehenen 30 000 Euro für die Sanierung von Duschen und WC-Anlagen reichten jedoch nicht aus. Hinzu komme, so der Feuerwehrchef, dass sich mit dem unverhofften Freiwerden der einstigen Dienstwohnung des Gerätewarts weitere Möglichkeiten ergeben. So habe der Löschzug den Wunsch verschriftlicht, Büros und Schulungsräume ins Obergeschoss zu verlegen, um das Erdgeschoss komplett für Fahrzeug- und Waschhalle, geschlechterspezifische Sanitäranlagen sowie moderne Umkleidebereiche vorhalten zu können, die heute längst Standard sein müssten. In einer ersten Planung sei angedacht gewesen, die neben der Fahrzeughalle liegende Waschhalle zur Umkleide umzugestalten, was die Vorhelmer angesichts der neuen Situation lieber verwerfen würden (wir berichteten).

„Wenn die Dienstwohnung jetzt frei wird, sollten wir die Chance nutzen, sie in die Planungen einzubinden“, befand Hubertus Beier. Nun soll die Verwaltung mehrere Varianten eines Umbaus vorschlagen, die sowohl Belange der Feuerwehr und der Bauordnung, aber auch die Finanzierbarkeit vereinen könnten. Über die müsse die Politik dann abstimmen, so Walter Wolf.

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