Neue Technik am St.-Franziskus-Hospital
Mehr Sicherheit bei Operationen

Ahlen -

Neueste Operationstechnik für die sogenannten Schlüssellochoperationen ist seit vergangener Woche im St.-Franziskus-Hospital im Einsatz. Sie sorgt in den chirurgischen Fachdisziplinen der Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Gynäkologie, Thoraxchirurgie und Visceralchirurgie für deutlich mehr Sicherheit während der Operationen.

Sonntag, 31.05.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 31.05.2020, 17:40 Uhr
Photodynamische Diagnostik (PDD) wird jetzt im St.-Franziskus-Hospital bei Operationen miteingesetzt.
Photodynamische Diagnostik (PDD) wird jetzt im St.-Franziskus-Hospital bei Operationen miteingesetzt. Foto: St.-Franziskus-Hospital

„Über ein Jahr wurden unterschiedliche Operationssysteme von uns geprüft, bis wir uns für das jetzige Operationssystem entschieden haben. Unseren Patienten mit notwendigen Eingriffen bei Enddarm- und Dickdarmkrebserkrankungen, Operationen an der Schilddrüse und Nebenschilddrüse können wir ab sofort diese Methodik anbieten“, sagt Dr. Frank Klammer , Chefarzt der Klinik für Visceralchirurgie und Spezielle Visceralchirurgie. Und weiter: „Die Investition in die neuen medizinischen Geräte wird den Betroffenen bei der Behandlung in unserer Klinik zugutekommen.“

Die Investition in die neuen medizinischen Geräte wird den Betroffenen bei der Behandlung in unserer Klinik zugutekommen.

Dr. Frank Klammer

Photodynamische Diagnostik (PDD) heißt das innovative Verfahren, von dem auch das Schilddrüsen- und Darmzentrum profitiert. Mit Hilfe von fluoreszierenden Farbstoffen – zum Beispiel im Rahmen der Operationen von Dickdarm- und Enddarmtumoren – lässt sich die Durchblutungssituation des Darmnahtbereichs damit ohne eine Strahlenbelastung sehr gut einschätzen. Nahtbrüche nach der Operation ließen sich, so die Fachleute, somit weitestgehend vermeiden.

Außergewöhnlich hilfreich während der Operationen an der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse sei dabei der fluoreszierende Effekt des neuen Verfahrens. Zum einen ließen sich die Nebenschilddrüsen sehr gut über eine fluoreszierende Grünfärbung aufsuchen, zum anderen gebe diese Methode der Färbung eine Rückmeldung über die Durchblutungssituation während des operativen Eingriffs.

In Abhängigkeit von der spezifischen Grünfärbung könne der Operateur noch während der Operation gut reagieren. Typische Komplikationen ließen sich so vermeiden. Dr. Frank Klammer spricht für das ganze Team: „Das St.-Franziskus-Hospital freut sich, Patienten die neuen Behandlungsverfahren nun anbieten zu können.“

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