Gymnasium St. Michael
Auch die „Fünfer“ im Schulalltag angekommen

Ahlen -

100 Fünftklässlern wird jetzt nach zwei Monaten Distanzlernen wieder Präsenzunterricht am Gymnasium St. Michael angeboten. Die Zehnjährigen kamen zunächst etwas zurückhaltend, vorsichtig und mit Masken etwas fremd aussehend auf dem Schulgelände an.

Sonntag, 31.05.2020, 20:00 Uhr
So lernt man das Abstandhalten am besten: Zwischen den Schülern wurde am Tag der Wiederkehr ein 1,50 Meter langes Seil gespannt.
So lernt man das Abstandhalten am besten: Zwischen den Schülern wurde am Tag der Wiederkehr ein 1,50 Meter langes Seil gespannt. Foto: Gymnasium St. Michael

Die wichtigste Handbewegung war, den ankommenden Mitschülern zuzuwinken, endlich live und mit einem Lächeln auf dem Gesicht – anders als in den zahlreichen Videokonferenzen, die in der Zeit des Distanzlernens den Kontakt zu Mitschülern und Lehrern ermöglichten. Das Abstandhalten wurde anschaulich eingeübt, indem die Kinder hintereinander mit einem gespannten 1,50 Meter langen Seilchen durch ihre Klassenlehrer in die Unterrichtsräume geführt wurden – nach vorheriger Handdesinfektion.

Alle Klassen waren in zwei Gruppen mit je einer Lehrkraft eingeteilt. Die Begegnung mit dem Klassenlehrer füllte die ersten Stunden. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen der letzten zwei Monate mitzuteilen und zu teilen, brachten ihre digital oder teilweise auch analog erstellten Lernprodukte ein und kamen miteinander ins Gespräch. Es zeigte sich auch, dass viele der Kinder sich über den Unterricht hinaus viele Kenntnisse über Corona angeeignet hatten.

Die Fünftklässler, die vor dem Ruhen des Schulbetriebes erst ein halbes Jahr am Gymnasium waren, fanden sich beim Lernen auf Distanz überraschend schnell mit der Lernplattform Schulbistum zurecht, auf der die Lehrer Unterrichtsmaterialien, interaktive Module sowie Video- und Audiodateien hochgeladen hatten, so dass die Kinder zuhause in eigenem Tempo gut lernen und arbeiten konnten. Und dort, wo Schwierigkeiten entstanden, leistete Administrator Bernd Horstmann in den ersten Tagen Unterstützung.

Übereinstimmend sagten die Fünftklässler, dass sie vor allem ihre Mitschüler und Freunde vermisst hätten und natürlich auch ihre Lehrer. Endlich hätten sie jetzt wieder die Möglichkeit, nicht nur allein vorm Computer oder aus Büchern zu lernen, sondern direkt offene Fragen zu klären. Das große Schulgelände gab ausreichend Gelegenheit, auch in den zeitlich versetzen Pausen den Abstand zu wahren.

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