Erinnerung an Künstler-Ehepaar Schweizer
Kunstszene in Ahlen geprägt

Ahlen -

Als Künstlerin stand Ruda Schweizer-Dönges im Schatten ihres Mannes Hermann Schweizer. Der „Ahlener Kulturkeller“ plant jetzt eine Ausstellung ihrer Werke

Montag, 01.06.2020, 15:16 Uhr
Hermann Schwei(t)zer jun. und Klassenkamerad Dieter Massin vor einem Bild von Ruda Schweizer-Dönges. Ihre Werke sollen demnächst im „Ahlener Kulturkeller“ ausgestellt werden.
Hermann Schwei(t)zer jun. und Klassenkamerad Dieter Massin vor einem Bild von Ruda Schweizer-Dönges. Ihre Werke sollen demnächst im „Ahlener Kulturkeller“ ausgestellt werden.

Der „Beflügelte Aal“ wird sich in seiner kommenden Ausgabe Nr. 39 dem Ahlener Künstler-Ehepaar Hermann Schweizer und Ruda Schweizer-Dönges widmen. Beide würden in diesem Jahr ihren 110. Geburtstag feiern, Ruda Schweizer-Dönges hatte dieses Jubiläum am 16. Januar, Ehemann Hermann am 31. Mai.

Wie kein Zweiter hatte sich Hermann Schweizer, Studiendirektor für Deutsch und Kunsterziehung am Städtischen Neusprachlichen Gymnasium für Jungen, dem Kunst- und Kulturgeschehen in Ahlen gewidmet. Er gründete die Kulturgesellschaft mit, war ihr erster Vorsitzender und prägte mit seinen Werken und Ausstellungen die Kunstszene in Ahlen.

Meine Mutter hatte keine Gelegenheit, ihre größtenteils von Blumen inspirierten Werke auszustellen.

Hermann Schwei(t)zer jun.

Noch heute erinnern daran Werke wie der Gobelin im Rathaus-Saal (Entwurf Hermann Schweizer, Gestaltung Herma Blum), das Firmenlogo des Emaillewerkes Nahrath und die Stele am „Platz der Städtepartnerschaft“ („Berlin, unser gespaltenes Herz“) sowie die Wandgestaltung im (ersten) Hallenbad, wo er mit seinem Sohn Hermann F. mit einer Putzkratztechnik (Sgraffito) ei­nen echten Hingucker mit sportlichem Aspekt gestaltete.

Diesen Sohn suchte in diesen Tagen sein Klassenkamerad Dieter Massin auf und besprach zusammen mit seiner Frau Mechthild, Redaktionsleiterin des „Beflügelten Aals“, mit ihm Zukunftspläne wie eine Ausstellung im „Ahlener Kulturkeller“, in dem die Werke von Ruda Schweizer-Dönges präsentiert werden sollen.

„Meine Mutter hatte keine Gelegenheit, ihre größtenteils von Blumen inspirierten Werke auszustellen, Werke, die, von ihrer schweren Krankheit gezeichnet, eine besondere Ausstrahlung haben“, erzählte der Sohn. Der Bericht im „Beflügelten Aal“, illustriert mit Bildern und Skizzen, wird das Leben und Wirken der beiden Ahlener Künstler noch einmal lebendig werden lassen.

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