Bauvorhaben an der Eschenbachstraße
Tiefgarage „schluckt“ den ruhenden Verkehr

Ahlen -

Für das Grundstück Eschenbachstraße 65 ist die Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern geplant. Im Stadtplanungs- und Bauausschuss wurde der aktuelle Sachstand erläutert.

Montag, 08.06.2020, 08:26 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 11:58 Uhr
Von der Eschenbachstraße aus sollen die Bewohner der Neubauten in eine Tiefgarage gelangen. Erschließung und Vermarktung erfolgen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021.
Von der Eschenbachstraße aus sollen die Bewohner der Neubauten in eine Tiefgarage gelangen. Erschließung und Vermarktung erfolgen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021. Foto: Christian Wolff

Drei zweigeschossige Gebäude mit zweimal sechs und einmal acht Wohneinheiten sollen auf einem Grundstück an der Eschenbachstraße entstehen. Der Stadtplanungs- und Bauausschuss stellte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig bei einer Enthaltung fest, dass die Planung den Zielen des im Aufstellungsverfahren befindlichen Bebauungsplans 49 „Hohle Eiche“ entspricht.

2000 Quadratmeter großes Grundstück

Das Plankonzept hatte im Vorfeld mehrere Änderungen erfahren, wie Stadtplaner Markus Gantefort erläuterte. So sei zunächst ein größerer Komplex geplant gewesen, der sich jedoch nicht in die Umgebung eingefügt habe. Auf Veranlassung und in Abstimmung mit der Verwaltung ließ der Eigentümer die Planung für das gesamte 2000 Quadratmeter große Grundstück durch den beauftragten Architekten mehrfach überarbeiten bis eine einvernehmliche Lösung, nicht nur für die rückwärtige sondern für die Bebauung des gesamten Grundstücks gefunden werden konnte. „Das nun vorliegende abgestimmte Bebauungskonzept der drei hintereinander angeordneten Baukörper, die an der Nordwestseite des Grundstücks über einen Weg erschlossen werden, weist eine vergleichbare Struktur wie die nördlich angrenzende Wohnbebauung auf“, so der Stadtplaner.

Die aktuelle Planung für die Eschenbachstraße.

Die aktuelle Planung für die Eschenbachstraße. Foto: Stadt Ahlen

Dem konnte sich Martina Maury (BMA) nicht durchweg anschließen: „Diese Entwicklung halte ich nicht für zielführend“, sagte sie mit Blick auf die vielen kleineren Einfamilienhäuser in diesem Abschnitt der Eschenbachstraße. „Klassische Mehrfamilienhäuser haben wir heute nicht mehr“, meinte Karl-Heinz Meiwes (SPD). Insofern sei eine solche Lösung zu begrüßen.

Begrünte Dächer

Als positiv bezeichnete Gantefort neben den begrünten Dachflächen auch die Errichtung einer Tiefgarage mit Zufahrt direkt an der Eschenbachstraße zur gebietsverträglichen Unterbringung des ruhenden Verkehrs. „Die Tiefgarage soll unter den ersten beiden zur Straße hin ausgerichteten Gebäuden untergebracht werden“, sagte er. „Dies ist aus städtebaulicher Sicht eine sehr sinnvolle Maßnahme, um den ruhenden Verkehr geordnet unterzubringen und die bauliche Verdichtung auf dem Grundstück deutlich zu reduzieren.“ Dadurch entspanne sich die Lage oberirdisch, da keine weiteren Flächen für Garagen und Stellplätze in Anspruch genommen werden müssen. „Somit steht den Bewohnern mehr nutzbare Grünfläche zur Verfügung.“

Der nächste Bebauungsplan-Verfahrensschritt ist die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Herbst, wenn möglich auch mit einer Bürgerversammlung. Die Erschließung des Gebietes und die Vermarktung der Grundstücke ist dann für die zweite Jahreshälfte 2021 vorgesehen.

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