Caritas startet Aktion zum Weltflüchtlingstag
Aufruf zur Solidarität

Ahlen -

Am 20. Juni war offizieller Weltflüchtlingstag: Anlass für die Caritas, eine Fotoaktion zu starten.

Sonntag, 21.06.2020, 14:28 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 10:40 Uhr
Caritas startet Aktion zum Weltflüchtlingstag: Aufruf zur Solidarität
Foto: Caritas Ahlen

Unhaltbar sind die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln schon lange. Die Corona-Pandemie verschärft die Lage noch einmal. Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni beteiligt sich die Caritas Ahlen an einer Social-Media-Kampagne des Bistums Münster mit der Forderung „Jetzt Flüchtlinge aufnehmen!“ Zum Auftakt starteten die Mitarbeitenden mit einer Fotoaktion und dem damit verbundenen Aufruf, eigene Bilder mit dem Slogan und dem #LeaveNooneBehind bei Facebook und Instagram hochzuladen – in den eigenen Kanälen und auf www.facebook.com/Bistum.Muenster.

Menschenkette musste ausfallen

Eigentlich wollte die Caritas Ahlen sich zusammen mit den Kollegen aus Warendorf und Hamm an einer Menschenkette beteiligen, die von Hamburg bis zur Adria auf das Drama der im Mittelmeer ertrinkenden Flüchtlinge aufmerksam machen und sich für Seenotrettung einsetzen sollte. Da die Aktion coronabedingt abgesagt werden musste, soll jetzt über die sozialen Medien auf das ungelöste Problem der Fluchtbewegungen hingewiesen werden.

Keine Möglichkeiten der Quarantäne

Allein in den Lagern auf den griechischen Inseln leben derzeit 42 000 Menschen unter schwierigsten Bedingungen. Noch gibt es dort kaum Infektionen. „Wenn das Virus aber einen Weg in die Lager findet, womit ständig zu rechnen ist, droht eine Katastrophe“, erklärt Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder . Möglichkeiten der Quarantäne oder einer intensivmedizinischen Versorgung fehlten. Die Ankündigung, 1600 Kinder und Flüchtlinge in die EU aufzunehmen, sei deshalb völlig unzureichend, so Sinder: „Das kann nur ein erster Schritt sein, um die Situation zu entschärfen.“ Außerdem müssten dieser schon Monate alten Willensbekundung endlich Taten folgen. In der Gesellschaft gebe es eine große Bereitschaft, sich an der Aufnahme von Flüchtlingen aktiv zu beteiligen. Viele Städte hätten sich bereits zu „sicheren Häfen“ erklärt und damit ihre Bereitschaft bekundet.

„Hier kann jeder mit einem eigenen Foto ein Zeichen setzen und signalisieren, dass er unsere Forderung unterstützt“, ruft Sinder zur Beteiligung an der Aktion auf.

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