Kreisverkehr und L 586 fertiggestellt
Drei Millionen „gut investiert“

Tönnishäuschen / Vorhelm -

Nach fast einjähriger Bauzeit – wenn auch mit Unterbrechungen – sind der Kreisverkehr in Tönnishäuschen und die Münsterstraße zwischen Kapellendorf und Vorhelm nun offiziell wieder freigegeben. Für die Umsetzung der Sanierung gab‘s beim Ortstermin viele lobende Worte.

Mittwoch, 01.07.2020, 15:50 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 18:24 Uhr
Auf einer der markanten neuen Verkehrsinseln nahmen Peter Holz, Manfred Ransmann, Thomas Schneider, Dr. Alexander Berger und Bernd Döding (v.l.) die offizielle Freigabe des Kreisverkehrs und der Münsterstraße zwischen Tönnishäuschen und Vorhelm vor.
Auf einer der markanten neuen Verkehrsinseln nahmen Peter Holz, Manfred Ransmann, Thomas Schneider, Dr. Alexander Berger und Bernd Döding (v.l.) die offizielle Freigabe des Kreisverkehrs und der Münsterstraße zwischen Tönnishäuschen und Vorhelm vor. Foto: Christian Wolff

Der Verkehr rollt wieder reibungslos und die Stimmung bei den Vertretern des Landesbetriebs Straßen NRW und der Ahlener Stadtverwaltung ist mindestens so gut wie bei den vielen Hundert Verkehrsteilnehmern, die täglich den Kreisverkehr Tönnishäuschen und die Münsterstraße (L 586) passieren.

Geh- und Radweg auf 1,9 Kilometern Länge

Seit August 2019 wurde hier – mit einer winterlichen Unterbrechung zwischen Weihnachten und März – fleißig gebaut. „Wir haben dafür fast drei Millionen Euro ausgegeben“, sagte Manfred Ransmann , Leiter der Niederlassung Münsterland von Straßen NRW, am Mittwoch beim Ortstermin. Dieses Geld sieht Bürgermeister Dr. Alexander Berger „sehr gut investiert“, zumal an der L 586 auf 1,9 Kilometern Länge eine sichere Geh- und Radverbindung zwischen der Kapellengemeinde und Vorhelm geschaffen wurde. Diese Maßnahme passe bestens in die Absicht der Wersestadt, immer fahrradfreundlicher zu werden. Vor zwölf Jahren sollte die Trasse bereits durch einen Bürgerradweg geschaffen werden, was aber letztlich an einem einzelnen Grundstückseigentümer scheiterte.

Als der Kreisverkehr Tönnishäuschen vor mehr als 20 Jahren errichtet wurde, war er einer der ersten seiner Art im Land.

Als der Kreisverkehr Tönnishäuschen vor mehr als 20 Jahren errichtet wurde, war er einer der ersten seiner Art im Land. Foto: Christian Wolff

Auf heutige Bedürfnisse zugeschnitten wurde inzwischen auch der Kreisverkehr. „Es war damals einer der ersten im Land“, erinnerte sich Ransmann. „Wir haben viel Erfahrung in die Neugestaltung eingebracht und die Geometrie sinnvoll verändert.“ Ins Auge fallen hier die neuen Verkehrsinseln mit weißen Streifen und einem markanten grünen Farbton auf ihrer Oberfläche. Natürlich dienten diese der besseren Sichtbarkeit, wie der Niederlassungsleiter erläuterte. Aber der Bürgermeister hatte noch eine andere Deutung für die Farbgebung: „Die grün-weißen Verkehrsinseln sind Hinweis auf den 100. Geburtstag der TuS Westfalia“, verkündete er mit einem Augenzwinkern. Berger bekannte nebenbei, dass er „ohnehin ein Freund von Kreisverkehren“ sei. Wenn er an die frühere Ampelanlage zurückdenke, die 1998 ausgedient hatte, müsse er im Vergleich feststellen: „Es gibt inzwischen so gut wie keine Rückstaus mehr. Der Verkehr läuft flüssig.“

Neun Linden werden noch gepflanzt

Auch wenn Warnbaken und Baustellenschilder seit Wochenbeginn sukzessive abgebaut wurden: So ganz abgeschlossen ist das Großprojekt noch nicht. „Es wird in Kürze eine Ersatzpflanzung von neun Linden vorgenommen, außerdem folgen Pflegeschnitte und diverse Restarbeiten“, erklärte Projektleiter Peter Holz.

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