Schuhfabrik-Kultursommer „mit Abstand am schönsten“
„Das Pflänzchen Kultur wächst wieder“

Ahlen -

Einen Schritt in die Normalität sind das Bürgerzentrum Schuhfabrik und der Fachbereich Kultur mit dem Sommerprogramm gegangen

Sonntag, 12.07.2020, 12:56 Uhr
Jens Höckelmann, Michael Vorderbrüggen, Taner Öcal, Christiane Busmann, Theo Heming und Christoph Wessels laden zum Schuhfabrik-Kultursommer ein. Tickets gibt es allerdings nur im Vorverkauf.
Jens Höckelmann, Michael Vorderbrüggen, Taner Öcal, Christiane Busmann, Theo Heming und Christoph Wessels laden zum Schuhfabrik-Kultursommer ein. Tickets gibt es allerdings nur im Vorverkauf. Foto: Bürgerzentrum Schuhfabrik

Ein sichtbarer Schritt zurück in die Normalität, der vor allem auch der Kulturszene hilft, ist die zurzeit laufende Open-Air-Reihe des Bürgerzentrums Schuhfabrik. Darüber waren sich die Initiatoren Büz und Fachbereich Kultur sowie die Sponsoren einig. Bis Ende August finden im Rahmen des Schuhfabrik-Kultursommers an neun Wochenenden geballte 18 Open-Air-Veranstaltungen auf dem Parkplatz statt.

Bereits am vergangen Wochenende ging es mit zwei Konzerten los und Schuhfabrik-Geschäftsführerin Christiane Busmann zeigte sich zufrieden: „Wir sind erfolgreich gestartet.“

Vollkommen kulturlos waren die vergangenen Monate im Bürgerzentrum nicht, es wurden digitale Formate angeboten. Nun aber sei es Zeit, wieder etwas draußen zu veranstalten und zum Analogen zurückzukehren. Dass mit der Volksbank Ahlen und der Sparkasse Münsterland Ost zwei traditionelle Sponsoren sofort mit großem Einsatz wieder dabei waren, hat die kurzfristige Organisation sehr erleichtert.

„Es war ein großer Schock, dass das traditionelle Fernweh-Programm in Gefahr war“, zeigte sich Veranstaltungsleiter Theo Heming erleichtert, nun eine Alternative gefunden zu haben. Und er stellt fest: „Das Publikum hat Lust zum Rausgehen.“ Was auch für die Auftritte der Künstler gelte: „Da war eine große Dankbarkeit, dass wir es wagen.“

Preis als Solidaritätsbeitrag

Vor allem Künstlern aus der Region soll die Veranstaltungsreihe dienen. Zwar werde ein Eintritt von fünf Euro erhoben – die Fernweh-Abende der vergangenen Jahre waren frei – , aber das sieht Jens Höckelmann als gerechtfertigt an. Der Preis solle als Solidaritätsbeitrag betrachtet werden, sagt der Öffentlichkeitsarbeiter der Schuhfabrik.

Um allen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zu entsprechen, wurde ein digitales Vorverkaufssystem entwickelt. Einlass finden maximal 100 Personen pro Veranstaltung, die Tickets gibt es unter events.schuhfabrik-ahlen.de. Kommt jemand nicht damit klar, kann er telefonisch von der Schuhfabrik Hilfe bekommen.

Ist das Geld per Überweisung eingegangen, bekommt man per E-Mail ein E-Ticket. Zwar gibt es im Fall der Fälle noch Restkarten an der Abendkasse, aber darauf sollte sich niemand verlassen. Sicher ist jedoch, dass sich beim Einlass eine halbe Stunde vor Beginn einer Veranstaltung keine Schlangen bilden. Das haben die ersten Erfahrungen gezeigt. Gespielt wird auf jeden Fall, auch bei Regen. Parallel zu den Veranstaltungen hat nun auch wieder die Kneipe geöffnet.

Zwei Open-Air-Kinoabende

Fachbereichsleiter Christoph Wessels brachte noch Christian Kappe mit ins Programm ein, dessen „Get- ­Jazzed“-­­Konzert bei der Kulturgesellschaft im April mit anderer Formation ausfallen musste.

Mit Henning Schmidtke ist zudem der Kabarettbereich mit abgedeckt. Zwei Open-Air-Kinoabende wird es außerdem geben, die Filme stehen allerdings noch nicht fest. „Wir wollen nicht nur Musik machen“, bemerkte Christoph Wessels.

„Das Pflänzchen Kultur wächst wieder“, zeigte sich Volksbankdirektor Michael Vorderbrüggen beeindruckt von der kurzfristigen Organisation und bekam von Sparkassen-Beratungscenterleiter Taner Öcal Zustimmung: „Da ist für jeden etwas dabei.“

 

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