Neue Sporthalle an der Mammutschule
Aktiver Beitrag zum Klimaschutz

Ahlen -

Eine Turnhalle, die sogar den Passivhausstandard erfüllt: Die entsteht gerade an der Mammutschule. Der Neubau soll voraussichtlich Ende des Jahres fertig sein.

Montag, 13.07.2020, 15:59 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 09:04 Uhr
Stehen vor Ahlens bald modernster und energiesparendster Sporthalle: (von links) Klaudia Froede, Arno Meyer, Ruth Pollmeier-Blume, Sandra Meißner und Florian Schmeing.
Stehen vor Ahlens bald modernster und energiesparendster Sporthalle: (von links) Klaudia Froede, Arno Meyer, Ruth Pollmeier-Blume, Sandra Meißner und Florian Schmeing. Foto: Stadt Ahlen

„Wir befinden uns schon auf einem guten Weg, aber es gibt noch mehr Energieeinsparpotenziale, besonders in den Bereichen Energiemanagement und Gebäude-Energetik sind sie immer noch sehr hoch“, stellt Florian Schmeing , Leiter des städtischen Gebäudemanagements (ZGM), fest.

Diese Potenziale gelte es zu heben, weswegen seit Jahren alle Maßnahmen an den städtischen Gebäuden auf energetische Optimierung ausgelegt sind. Schmeing ist sich sicher: „Da geht noch viel mehr.“

Wie das geht, zeigt die neue Turnhalle an der Mammutschule, die als aktiver Beitrag zum kommunalen Klimaschutz zurzeit im Ahlener Süden realisiert wird. Die Stadt Ahlen baut dort eine neue Einfachturnhalle für den Schulsport der Mammutschule. Abends und am Wochenende soll sie zudem durch Vereine und das benachbarte Juk-Haus genutzt werden. Der barrierefreie Neubau hat eine Bruttogrundfläche von 800 Quadratmetern. Die Halle wird in massiver Bauweise mit einer Stahldachkonstruktion errichtet. Dank guter Dämmung der Gebäudehülle und einer effizienten Anlagentechnik wird die voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellte Sporthalle sogar den Passivhausstandard erfüllen.

Eine solche Halle hat es in Ahlen noch nie gegeben.

Klaudia Froede

Für Klaudia Froede hat das Bauprojekt Signalwirkung: „Eine solche Halle hat es in Ahlen noch nie gegeben. Das zeigt, was mit ernsthaftem Willen zum Klimaschutz alles möglich ist“, so die Leiterin der städtischen Stabsstelle für Klimaschutz und Mobilität.

Der Münsteraner Architekt Arno Meyer beschreibt die Vorzüge des Gebäudes. Auffallend seien „die einfache Gebäudestruktur, im Innenausbau mit nur wenig unterschiedlichen und einfachen Materialien, garantiert geringe Instandhaltungskosten und eine hohe Lebensdauer der Halle.“ Ruth Pollmeier-Blume, die für den Wärmeschutznachweis zuständige Ingenieurin, schwört auf das energetisch optimale Lüftungssystem, das gleichzeitig auch heizt. „Dieses System schaltet sich nur ein, wenn die Halle auch belegt ist. So spart man enorme Heizkosten ein, die sonst für kontinuierliche Wärme in den Hallen anfallen.“

In den letzten Jahren hat die Stadt Ahlen gerade an den Schulen viel erreicht.

Sandra Meißner

„In den letzten Jahren hat die Stadt Ahlen gerade an den Schulen durch Dämmmaßnahmen, Dachsanierungen, den Austausch von Heizungen und die Sanierung von Fenstern viel erreicht“, bilanziert ZGM-Architektin Sandra Meißner.

Auch wenn die aktuelle Corona-Krise für alle Ebenen des gesellschaftlichen und politischen Lebens eine immense Herausforderung darstelle, bleibe der Klimawandel aktuell wie nie. Auch die Kommunen müssen mit den zunehmenden krisenbedingten Belastungen umgehen. Optimismus in der Krise legt Klaudia Froede an den Tag. Es sei schon „Wahnsinn, wie die ganze Welt in der Pandemie den Atem angehalten hat und wie viel weniger CO2-Ausstoß plötzlich möglich war.“ Wenn das aktuelle Engagement künftig mit genauso viel Wucht auf die Sorge für unsere Umwelt umgelenkt werden könnte, „dann müssen Energiewende und Klimawandel locker zu schaffen sein“.

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