Fritz-Winter-Gesamtschule
Der Vorteil der kleinen Lerngruppen

Ahlen -

In der Fritz-Winter-Gesamtschule gibt es eine Sommerschule. Und die bietet mehr als nur das Füllen von Wissenslücken.

Dienstag, 14.07.2020, 14:30 Uhr aktualisiert: 19.07.2020, 09:32 Uhr
Bürgermeister Dr. Alexander Berger informierte sich über die Arbeit der Sommerschule in der Fritz-Winter-Gesamtschule.
Bürgermeister Dr. Alexander Berger informierte sich über die Arbeit der Sommerschule in der Fritz-Winter-Gesamtschule. Foto: Fritz-Winter-Gesamtschule

 Bürgermeister Dr. Alexander Berger informierte sich in diesen Tagen in der Fritz-Winter-Gesamtschule über die Arbeit der Sommerschule. Und erlebte ganz konkret, wie die Jugendlichen der Jahrgangsstufe neun gerade die konkrete Umsetzung eines Videos über ihre Schule in englischer Sprache planten.

Es geht also in der Sommerschule weniger um das reine Aufarbeiten vermeintlicher Wissenslücken, als vielmehr um interessant gestaltete Lernumgebungen mit ansprechenden Aufgabenstellungen und hohem Aufforderungscharakter.

Wir haben die Jungs rausgeschickt.

eine Fünftklässlerin

„Wir haben uns in der letzten Schulwoche mit den Fachlehrern in Verbindung gesetzt und auf der Grundlage deren Informationen ein Programm für diese zwei Wochen Sommerschule konzipiert“, war die Antwort der Mathelehrerin Anna Kwasniok auf die Frage nach der Art und Weise des aktuellen Unterrichts. An diesem Morgen stand zunächst in der Jahrgangsstufe sechs der Umgang mit Dezimalzahlen auf dem Stundenplan, natürlich gestaffelt mit unterschiedlichen Anspruchsniveaus.

„Ihr seid ja eine reine Mädchengruppe“, war Dr. Berger überrascht beim Besuch einer Lerngruppe der Jahrgangsstufe fünf. „Wir haben die Jungs rausgeschickt“, war die spontane Antwort einer Schülerin. „Wir hatten einige Dinge unter Frauen zu besprechen“, kommentiert die Deutschlehrerin Lea Simon. Zum Lernen in diesen Tagen gehört auch das Gespräch über ganz persönliche Angelegenheiten.

Die Jungen in der nun rein männlichen Gruppe mit ihrem Lehrer Jonas Struhkamp schienen über diese Entwicklung nicht unglücklich zu sein. Sie erstellten gerade im aktuellen Deutschunterricht Steckbriefe über ihre Lieblingssportler.

Dr. Berger unterstrich, dass er das aktuelle Engagement der Fritz-Winter-Gesamtschule außerordentlich begrüße. Bildungsgerechtigkeit sei ein immens wichtiges Thema. „Und so kleine Lerngruppen sollte es immer geben. Alle Schüler könnten individuell gefördert werden und noch viel mehr Potenzial entwickeln.“ Schulleiter Alois Brinkkötter konnte nur zustimmen, wohlwissend, dass es Zukunftsmusik ist.

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