Anwohner schlagen Alarm
Kollisionsgefahr auf kleiner Brücke

Ahlen -

Die kleine Olfebrücke berge großes Gefahrenpotenzial, meint Anlieger Arnold Dornscheidt. Seitdem die große Brücke an der Parkstraße Baustelle ist, weichen Radler über den Fußweg aus. Der ist – dicht bewachsen – kaum einsehbar.

Mittwoch, 22.07.2020, 06:18 Uhr aktualisiert: 22.07.2020, 07:51 Uhr
Ganz gefährlich im Fall einer Kollision: Arnold Dornscheidt zeigt auf die Mauer.
Ganz gefährlich im Fall einer Kollision: Arnold Dornscheidt zeigt auf die Mauer. Foto: Ulrich Gösmann

Radfahrer von oben, Radfahrer von unten. Arnold Dornscheidt steht am Dienstagmorgen im ausgemachten Knackpunkt auf gefährlichem Pflaster. Er will erklären, warum die Verkehrssituation vor der beschaulich kleinen Olfebrücke so brenzlig ist, seitdem die große nebenan Baustelle ist. Doch der rüstige Rentner stört für zügiges, verbotswidriges Vorbeifahren.

Dem Norden sind nach dem Wegfall der Parkstraße zwei Meter Platzbreite geblieben, um an dieser Stelle in die Stadt zu kommen. Am Wochenende zieht‘s Ausflügler zu Dutzenden raus in die Feldflur. „Hier herrscht immer Hochbetrieb“, sagt Arnold Dornscheidt. Weil die Parkstraße bis voraussichtlich November voll gesperrt ist, bleibt nur noch der schmale Pfad über die kleine Olfebrücke. Der ist eigentlich Gehweg. Die Verkehrsbewegungen sprechen aber aktuell für einen stark frequentierten Radweg.

Gefährliche Verkehrssituation auf der kleinen Olfebrücke. Radfahrer sind erst im letzten Moment zu sehen.

Gefährliche Verkehrssituation auf der kleinen Olfebrücke. Radfahrer sind erst im letzten Moment zu sehen. Foto: Ulrich Gösmann

Knackpunkte: die Zufahrt zur Kleingartenanlage – und zwei weitere Hauszufahrten davor. Radfahrer biegen wegen der Vollsperrung von der Parkstraße links ab, um dann in einem scharfen Rechtsschwenk auf die Brücke zu kommen. Im Kurvenbereich: hoher Heckenbewuchs, der jegliche Sicht nimmt. Der 78-Jährige muss nicht viel erklären. Beim Ortstermin zeigt sich das Problem im Minutentakt. Der Gegenverkehr ist erst zu sehen, wenn es fast schon zu spät ist. Dazwischen Senioren mit Rollatoren und Mütter mit Kinderwagen.

Unmöglich geregelt. Hier muss ein Verbotsschild hin.

Karl-heinz Brungsbach

„Unmöglich geregelt. Hier muss ein Verbotsschild hin“, ärgert sich auch Karl-Heinz Brungsbach. Er fahre täglich hierher – und schiebe sein Rad über die Brücke. Ehefrau Christa zeigt auf die Mauer mit spitzer Kante gegenüber: „Wenn da einer gegen knallt, ist es vorbei.“

Wenn da einer gegen knallt, ist es vorbei.

Christa Brungsbach

Findet auch Arnold Dornscheidt. Die sei ganz gefährlich im Fall einer Kollision. Er habe schon in der Vorwoche Kontakt mit der Stadt aufgenommen, dann mit dem wohl zuständigen Kreis Warendorf. Bis Dienstag keine Antwort. Ein Streifenpolizist teilt auf seiner Runde die Bedenken – und fordert Radfahrer immer wieder auf, abzusteigen. Die Lösung des Problems kann aber auch das nicht sein.

Der Kreis reagiert am Nachmittag auf Redaktionsanfrage: „Unsere Straßenbauabteilung hat heute mit der Polizei über die Situation im Bereich der parallel zur Straße verlaufenden Fuß- und Radwegebrücke gesprochen“, so Kreissprecher Thomas Fromme. Und: „Es wird jetzt geprüft, ob es durch einen Rückschnitt oder durch eine zusätzliche Beschilderung eine Verbesserung gibt. Morgen Nachmittag wissen wir mehr.“

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