St. Bartholomäus
Thomas Gocke bleibt als Pastoralreferent

Ahlen -

Thomas Gocke hat seine Ausbildung zum Pastoralreferenten in St. Bartholomäus absolviert. Jetzt ist klar: Er bleibt der Stadtgemeinde und besonders den Jugendlichen erhalten.

Donnerstag, 30.07.2020, 13:58 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 12:17 Uhr
Thomas Gocke bleibt auch nach seiner Ausbildung zum Pastoralreferenten in der Pfarrei St. Bartholomäus in Ahlen.
Thomas Gocke bleibt auch nach seiner Ausbildung zum Pastoralreferenten in der Pfarrei St. Bartholomäus in Ahlen. Foto: Bistum Münster

Die Arbeit mit jungen Menschen ist sein Ding. Messdiener, Pfadfinder, Landjugend – Thomas Gocke hat sich in den vergangenen drei Jahren, in denen er in der Pfarrei St. Bartholomäus zum Pastoralreferenten ausgebildet worden ist, gut in die einzelnen Jugendgruppen eingefunden – und hat angefangen, sie miteinander zu vernetzen. Damit möchte er weitermachen.Und so wird Thomas Gocke, der am Sonntag, 27. September, von Münsters Bischof Dr. Felix Genn zusammen mit 22 weiteren Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im St.-Paulus-Dom in Münster für den Dienst beauftragt wird, der Ahlener Pfarrei erhalten bleiben. „Sozusagen als Jugendseelsorger“, freut sich der 28-Jährige.

Fast alle wurde Messdiener

Kirchlich engagiert war Thomas Gocke, der in Troisdorf zwischen Köln und Bonn aufgewachsen ist, schon immer. „Aus meiner Klasse sind fast alle nach der Erstkommunion Messdiener geworden“, erinnert er sich. Den christlichen Glauben vorgelebt hat ihm besonders seine 100-jährige Großmutter, die am Tag seiner Beauftragung hoffentlich ihren 101. Geburtstag feiern kann.

Nach dem Abitur 2011 entschied sich Thomas Gocke zunächst für ein Lehramtsstudium für Geschichte und katholische Religionslehre in Münster. An den Bachelor schloss er das Masterstudium „Christentum in Kultur und Gesellschaft“ an. Seine Freizeit widmete er zum Großteil der katholisch-theologischen Fakultät, engagierte sich im Fachbereichsrat, in Berufungskommissionen, war mehrere Jahre Fachschaftsvorsitzender. „Als es dann an die Berufswahl ging, war ich unsicher – obwohl ich längst gespürt habe, dass es richtig ist, was andere mir immer empfohlen haben: Der pastorale Dienst passt zu mir.“

Der pastorale Dienst passt zu mir.

Thomas Gocke

Ahlen war dem gebürtigen Rheinländer erst einmal kein Begriff. „Ich habe die Stadt gegoogelt“, gibt er mit einem Schmunzeln zu. Aber Thomas Gocke war offen für das, was ihn erwartete – auch für die Situation vor Ort, nur drei Jahren nach der Fusion. „Seitdem hatte es keinen konkreten Ansprechpartner für die kirchliche Jugendarbeit in Ahlen gegeben“, schildert er. Pfarrer Dr. Ludger Kaulig ließ dem Pastoralassistenten alle Freiheiten, ermutigte ihn zum Ausprobieren und Vernetzen. Neben seiner Tätigkeit als Referendar am Bischöflichen Gymnasium St. Michael arbeitete Thomas Gocke in der Firmvorbereitung mit und brachte sich bei den verschiedenen Messdienerleiterrunden ein. „Es gibt mittlerweile eine regelmäßige Stadtleiterrunde und einmal im Monat eine Gemeinden übergreifende Aktion“, berichtet der angehende Pastoralreferent. Nach und nach wurde er Ansprechpartner für die Pfadfinder, die Landjugend, die Sternsinger-Aktion und seit kurzem für die drei Ferienfreizeiten der Pfarrei. „Ich möchte die jungen Engagierten in den verschiedenen Bereichen miteinander vernetzen und so noch mehr Synergien nutzen“, erklärt Thomas Gocke.

Freude am Predigtdienst

Viel Freude macht dem 28-Jährigen der Predigtdienst, den er regelmäßig in den Gottesdiensten übernimmt. „Dabei habe ich ganz verschiedene Altersgruppen vor mir sitzen und möchte versuchen, mit meiner Sprache die Botschaft Jesu mit dem Alltag der Menschen zu verknüpfen“, sagt er. Nach der Beauftragung neu dazukommen wird der Beerdigungsdienst. „Da erfüllen wir als Kirche einen wichtigen Dienst an den Menschen, es ist eine Chance, in dieser Situation an der Seite der Angehörigen und Trauerenden zu sein“, verdeutlicht er und freut ich auf diese Herausforderung.

Den Fokus möchte Gocke weiterhin auf die Begegnungen und den Kontakt zu den Menschen, vor allem zu den Jugendlichen, legen. „Zuhören, wahrnehmen, was die Themen sind, die sie bewegen, das ist wichtig. Der Glaube muss mit ihrem Leben zu tun haben“, ist er sicher.

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