„Walking Blues Prophets“
Fröhlicher Sound sorgte für gute Laune

Ahlen -

Tanzen war coronabedingt zwar nicht angesagt, mitklatschen und wippen aber schon: Die „Walking Blues Prophets“ spielten im Skulpturengarten.

Dienstag, 04.08.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 08:58 Uhr
Die „Walking Blues Prophets“ hatten sich den
Die „Walking Blues Prophets“ hatten sich den Foto: Kunstmuseum

Den Skulpturengarten des Kunstmuseums als Klanggarten erlebten die Besucher des Konzerts der „Walking Blues Prophets“ am Sonntagnachmittag. Die Marchingband war der Einladung des Kreises Borken gefolgt, in der Veranstaltungsreihe „Trompetenbaum und Geigenfeige“ in Ahlen aufzutreten, und gastierte damit auch außerhalb der Kreisgrenzen.

Als Standort für ihren Open-Air-Auftritt hatte die fünfköpfige Gruppe aus Münster den alten Apfelbaum im Garten ausgesucht, der, wie Dagmar Schmidt in ihrer Begrüßung erklärte, ähnlich alt sein könnte wie die ehemalige Stadtvilla der Freifrau von Kalkstein aus der Zeit um 1880.

Nach dem historischen Exkurs überließ Dagmar Schmidt, die im Haus neben der Museumspädagogik die Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsplanung vertritt, das Mikrofon den Musikern. Und die versetzten das Publikum mit ihrem fröhlichen Sound stante pede in beschwingt-gute Laune.

Musikalischer Ausflug nach New Orleans

Obwohl weit gereist und überall gefeiert, ließ Frontmann Roland Lechtenbrink keinen Zweifel daran aufkommen, wie froh er und seine Mitstreiter waren, endlich wieder vor Publikum spielen zu können.

Musikalisch entführten Manfred Wex (Saxofon), Stephan Schulze (Tuba), Wolfgang Proppe (Akkordeon) und Jochen Welle (Drums) ihre Zuhörer nach New Orleans, einer der Wiegen des Jazz. Neben Standards präsentierte das Quintett auch Eigenkompositionen und bezog ebenfalls Elemente französischer Folklore und französische Texte ein.

Die mitreißenden Rhythmen ließen so manche Füße im Takt mitwippen und Hände mitklatschen. Aber mit Blick auf das coronabedingte einzuhaltende Abstandsgebot verboten sich Tanzschritte.

Für zwei Besucher gab es nach der Pause sogar einen Picknickkorb als Geschenk vom Veranstalter – eine Sympathiewerbung für das Festival sozusagen.

Sich drohend auftürmenden Regenwolken und die wenigen Tropfen, die sich dann wirklich vom Himmel trauten, vermochten das Publikum beileibe nicht zu vertreiben. Viel zu sehr genossen sie das kulturelle Angebot.

Auf die Öffnung des Kunstmuseums müssen die Kunstfreunde allerdings noch etwas warten. Das wird erst am Sonntag, 6. September, mit der Ausstellung „Anfang ohne Ende“ von Jobst Tillmann, die wegen des Corona-Lockdowns abgebrochen werden musste, wiedereröffnet.

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