Umgestaltung des Dr.-Paul-Rosenbaum-Platzes
Wie ein Tor zur Hansastraße

Ahlen -

Seit Samstag läuft die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Dr.-Paul-Rosenbaum-Platzes im Internet; am Rande des Koloniemarktes können die Bürger mit den Planern auch direkt ins Gespräch kommen. Und davon machten sie am Dienstag trotz der Sommerhitze Gebrauch.

Dienstag, 11.08.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 11:46 Uhr
Was soll sich am Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz verändern? Dieser Frage gingen Hermann Huerkamp, Fatma Bozdogan und Karina Krzewina vom Stadtteilbüro sowie Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Wirtschaftsförderer Jörg Hakenesch, Stadtplaner Markus Gantefort, Dennis Thiele vom Fachbereich Stadtentwicklung und Ellen Wiewelhove vom Planungsbüro „Post, Welters + Partner“ (v.l.) vor Ort nach.
Was soll sich am Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz verändern? Dieser Frage gingen Hermann Huerkamp, Fatma Bozdogan und Karina Krzewina vom Stadtteilbüro sowie Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Wirtschaftsförderer Jörg Hakenesch, Stadtplaner Markus Gantefort, Dennis Thiele vom Fachbereich Stadtentwicklung und Ellen Wiewelhove vom Planungsbüro „Post, Welters + Partner“ (v.l.) vor Ort nach. Foto: Christian Wolff

Die Aufwertung des meist trist anmutenden Dr.-Paul-Rosenbaum-Platzes war der Verwaltung und den Stadtteilakteuren schon lange ein Herzensanliegen. Jetzt wird es dank der Städtebauförderung in die Tat umgesetzt – und zwar unter enger Einbindung der Bürger.

Neben der bereits seit einigen Tagen freigeschalteten Onlineplattform, die auch über die „Ahlen-App“ erreichbar ist, treten die Macher und Planer direkt mit den Anwohnern und Nutzern in Kontakt. Der erste von zwei Infoständen vor Ort fand am Dienstagvormittag – passend zum Koloniemarkt – reges Interesse. Trotz der Hitze. Wer nicht dabei sein konnte, hat am Freitag zwischen 10 und 13 Uhr erneut Gelegenheit, Ideen und Wünsche vorzutragen. Erste Vorschläge seien bereits eingegangen, hieß es beim Ortstermin.

Drei Millionen Euro werden investiert

„Rund drei Millionen Euro soll die Gesamtmaßnahme kosten“, sagt Stadtplaner Markus Gantefort . „Es gibt zwölf teilnehmende Planungsbüros. Vier sind gesetzt, acht weitere werden per Losverfahren ermittelt.“

Bei der Neugestaltung des Rosenbaum-Platzes soll die multifunktionale Nutzung erhalten bleiben.

Wie ein Kurpark: So war der Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz in früheren Jahren gestaltet.

Wie ein Kurpark: So war der Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz in früheren Jahren gestaltet. Foto: Picasa

„Insgesamt soll er aber mehr Aufenthaltsqualität erhalten und besser gegliedert werden als jetzt.“ Markante gestalterische Elemente wie Brunnenanlagen, Kiosk, Sanitäranlagen, Ruhezonen und Grünflächen seien im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verschwunden oder nicht mehr in der Form erhalten geblieben, wie es die Planer im Jahr 1967/68 vorgesehen hatten. Das einstige Informationszentrum an der Ecke Rottmann-/Zeppelinstraße, das bei früheren „Ahlener Wochen“ auch als Treffpunkt der damaligen Ahlener Werbegemeinschaft (awg) diente, musste 2007 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Ein gleiches Schicksal wird nach Ankündigung Ganteforts in Kürze auch die ehemalige Erfrischungshalle in Richtung Hansaplatz – zuletzt Eisdiele „Montebelluna“ – ereilen. Aber nicht ohne Ersatz: „Wir können uns gut vorstellen, etwas Ähnliches wieder zu installieren, vielleicht mit besserer Einbindung des Hansaplatzes.“ Und pflegeleicht soll das Ganze sein.

Aufwertung der Hansastraße

Den Ball nimmt Hermann Huerkamp, Leiter des Stadtteilbüros Süd-Ost, gerne auf. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel für die Aufwertung der Hansastraße getan und es wird dort in Zukunft noch einiges mehr passieren. Daher wäre es schön, den Rosenbaum-Platz als Tor zur Hansastraße zu sehen und ihn entsprechend zu gestalten.“

Der Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz als Marktplatz der Kolonie.

Der Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz als Marktplatz der Kolonie. Foto: Christian Wolff

Kirmes, Markt und Messe bleiben weiterhin zentrale Nutzungsbausteine des Platzes, der nach dem Oberfeldarzt benannt ist, der Ahlen 1945 vor der völligen Zerstörung rettete. Natürlich, betonte Bürgermeister Dr. Alexander Berger, sei es auch weiterhin möglich, einen Teil der Fläche als Parkplatz zu nutzen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7530425?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker