DRK-Vertreter beim Bürgermeister
Auf Krisensituationen bestens vorbereitet

Ahlen -

Großer Dank galt jetzt dem DRK-Ortsverein. Er hatte dafür gesorgt, dass beim zweiten Lockdown von jetzt auf gleich eine Corona-Teststelle eingerichtet werden konnte.

Mittwoch, 12.08.2020, 13:45 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 09:18 Uhr
DRK-Vertreter beim Bürgermeister: Auf Krisensituationen bestens vorbereitet
Foto: Stadt Ahlen

Die Stadt Ahlen kann sich in krisenhaften Situationen auf kompetente und schlagkräftige Partner vor Ort verlassen. „Der zügige Aufbau der Corona-Teststation im DRK-Heim hat das wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, sagte Bürgermeister Dr. Alexander Berger bei einem Treffen mit Vertretern vom örtlichen DRK-Ortsverein. Quasi über Nacht sei die Teststation aus dem Boden gestampft worden. Berger erinnert sich „an die wunderbare Zusammenarbeit“ in jenen Tagen, die noch gar nicht so lange zurückliegen. In Folge des Corona-Skandals beim Fleischriesen Tönnies waren plötzlich auch die Menschen in Ahlen von einem regionalen Lockdown betroffen, der Urlaubsreisen nur noch mit einem aktuellen Testergebnis möglich machte. Für den Bürgermeister sei sofort klar gewesen: „In die größte Stadt des Kreises gehört eine eigene Teststation.“

Nach einigen Anrufen kam dazu das Okay aus dem Warendorfer Kreishaus. „Wir hatten nichts außer einem Blatt Papier und die Gewissheit, am nächsten Morgen müsse es losgehen“, so Berger. Das gute Netzwerk vor Ort sei Garant gewesen, dass sich nach wenigen Stunden erste Bürgerinnen und Bürger einfinden konnten.

Kurzfristigkeit als „Spezialität“

„Die Kurzfristigkeit ist halt unsere Spezialität, das sind wir gewohnt aus Einsätzen“, bestätigt Rotkreuzleiter Rafael Müller. Und auch DRK-Ortvorsitzender Ralf Marciniak sagt: „Wir haben einfach angefangen und alle haben mitgemacht.“ Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung habe gutgeklappt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich freiwillig auch in den Abend- und Wochenendstunden gemeldet, um den „Papierkrieg“ zu bewältigen. Die Arbeitsteilung habe die Einsatzkräfte des DRK enorm entlastet, sie konnten sich voll und ganz auf das Testgeschehen konzentrieren. Dass die regionalen Einschränkungen im Kreis Warendorf nach einer Woche aufgehoben werden konnten, habe auch ganz entschieden mit den vielen negativen Ergebnissen der Tests zu tun gehabt, die das DRK in Ahlen durchführte.

Nicht viel im Kalender

Für das DRK und seine haupt- und ehrenamtlichen Kräfte war die Organisation der Teststelle eine willkommene Abwechslung, erfuhr Bürgermeister Berger vom DRK-Vorsitzenden. Marciniak berichtete, „dass außer den Übungsdiensten zurzeit nicht viel auf dem Kalender steht“. Zwar liefen langsam wieder sportliche Veranstaltungen wie Reitturniere an. Das Gros der Veranstaltungen, bei denen die Helferinnen und Helfer üblicherweise für Sicherheit und erste Hilfe sorgen, sei aber auf unabsehbare Zeit weggebrochen. Das Fehlen von Kirmes, Pöttkesmarkt, Schützenfesten und Karneval reiße finanziell ein Loch in die Kasse des Ortsvereins, weswegen Geschäftsführer Theo Budt schweren Zeiten entgegensieht. „Dafür bekommen wir von keiner Stelle einen Ausgleich.“ Großes Lob hat er für alle Menschen, die trotz Corona noch immer fleißig zur Blutspende kommen.

Der nächste öffentliche DRK-Blutspendetermin im Rathaus findet statt am Dienstag, 22. September, von 8.30 bis 12.30 Uhr auf der Sitzungsetage.

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