Start an der Städtischen Gesamtschule
Gruppenweise Einschulung

Ahlen -

In drei Gruppen getrennt und zeitversetzt liefen am Mittwoch an der neuen Städtischen Gesamtschule die Einschulungen von 146 Fünftklässlern ab.

Donnerstag, 13.08.2020, 03:47 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 09:19 Uhr
Schulleiterin Elisabeth Beier begrüßte in der Aula die neuen Gesamtschüler. Abteilungsleiterin Sonja Voss (kl. Bild oben) war es vorbehalten, die Jugendlichen und Eltern in die Hygieneregeln einzuweisen
Schulleiterin Elisabeth Beier begrüßte in der Aula die neuen Gesamtschüler. Abteilungsleiterin Sonja Voss (kl. Bild oben) war es vorbehalten, die Jugendlichen und Eltern in die Hygieneregeln einzuweisen Foto: Stadt Ahlen

Schule hat begonnen! Und während die Einschulungen überall wegen der Coronakrise außergewöhnlichen Umständen unterlagen, gab es an der an der Sedanstraße in doppelter Hinsicht ein besonderes Event: Nicht nur, dass die neue Städtische Gesamtschule offiziell ihren Betrieb aufnahm, auch die Städtische Sekundarschule lief damit endgültig aus.

Dokumentation der Sitzordnung

„Ich hoffe, Sie sitzen mit ihren Familien zusammen – wir haben extra Dreiergruppen gestellt“, begrüßte Abteilungsleiterin Sonja Voss die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern in der Aula. Da in Coronazeiten Sicherheitsfragen Priorität haben, folgte auch gleich die Abfrage nach dem Aufenthalt in Risikogebieten während der vergangenen beiden Wochen. Zudem wurde dokumentiert, wer wo gesessen hatte. Um den Abstand wahren zu können, wurden die 146 Schüler in drei Gruppen zeitlich versetzt eingeschult.

Trotz aller hygienischen Notwendigkeiten wurde es feierlich. Die Zehntklässlerinnen Maria Acar und Leonie Kisilewicz begrüßten die Mädchen und Jungen mit der Geschichte „Vielleicht“: „Vergiss niemals: Auf Reisen werden Entdeckungen gemacht“, stimmten sie auf die kommenden Schuljahre ein. Das führten die Lehrerinnen Annchristin Lettmann-Osthoff und Dr. Stefanie Pfister in einem religiösen Teil fort. „Nimm deine Hoffnung und deinen Mut mit, jeder von uns ist etwas Besonderes“, motivierte Dr. Stefanie Pfister.

Dass in der momentanen Unsicherheit auch Chancen liegen, darauf legte Schulleiterin Elisabeth Beier Wert. Da könne man sich doch ganz besonders über Dinge freuen, die man so nicht erwartet habe. Die Schule jedenfalls freue sich auf die Zeit mit ihren neuen Schülerinnen und Schülern.

Die Theatergruppe führte „Hier kommt keiner durch“ vor den neuen Schülern und Eltern auf.

Die Theatergruppe führte „Hier kommt keiner durch“ vor den neuen Schülern und Eltern auf. Foto: Stadt Ahlen

Eine große Überraschung hatte sich zum Schulbeginn um 8 Uhr bei der Theatergruppe der sechsten Jahrgangsstufe breitgemacht. Die war letztmals im März zusammengekommen und erfuhr nun, dass sie keine zwei Stunden später mit dem Theaterstück „Hier kommt keiner durch“ die Einschulung begleiten sollte. Die Lehrerinnen Nicole Kröger und Ursula Niehues bekamen das aber gut organisiert.

Zum Ende wurden dann die Hygieneregeln vermittelt, an der Städtischen Gesamtschule wird zum Beispiel der Mensabetrieb durch angepasste Abläufe ermöglicht. Auch kleine individuelle Pausen werden eingefügt, um das Maskentragen zu erleichtern. Zudem wurde ein mögliches Distanzlernen mit der IServe-App perfektioniert.

Kein gleitender Übergang

Mit der neuen Städtischen Gesamtschule lief die Städtische Sekundarschule aus. Es gibt also keinen gleitenden Übergang, wie es beim Schritte von der Realschule zur Sekundarschule noch der Fall gewesen war. Dementsprechend startet die Schule mit 813 Jugendlichen, wobei Jahrgangsstufen sechs bis zehn offiziell aus „Sekundarschülern an einer Gesamtschule“ bestehen. Auch das bisherige Lehrerkollegium wurde an die Städtische Gesamtschule versetzt.

Schulleiterin Elisabeth Beier ist froh, dass die fünfte Jahrgangsstufe sechszügig fährt: „Sechs kleine Klassen sind besser als fünf volle.“ Sind die Klassen nach ihren Profilen unterteilt, werden die Schüler bis Ende kommender Woche noch ihre Kultur-Arbeitsgemeinschaften wählen.

Die Hitzeperiode hatte übrigens schon jetzt unmittelbar Einfluss auf den Schulbetrieb. „Einer der Klassenräume hatte gestern zur Mittagszeit 42 Grad Celsius“, stellte Elisabeth Beier fest. Deshalb finde der Unterricht bis Freitag nur bis einschließlich der vierten Schulstunde statt. Wie es dann weitergeht, werde zeitnah entschieden.

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