Ortsausschuss zum Thema Ortsbild
Neuer „Kümmerer“ hat Vorhelm schon beäugt

Vorhelm -

Gesicht zeigte der neue „Kümmerer“ der Ahlener Umweltbetriebe jetzt im Ortsausschuss Vorhelm. Und er hatte gleich die Nachricht im Gepäck, im Dorf bereits elf „Hotspots“ und sieben Vergehen in Sachen Ortsbildpflege ausgemacht zu haben.

Donnerstag, 20.08.2020, 11:49 Uhr
Ein „Ticket“ für den Grundstückseigentümer: Bei der Entfernung des Wildwuchses vor dem neuen Kindergarten an der Hauptstraße ist nicht die Stadt in der Pflicht.
Ein „Ticket“ für den Grundstückseigentümer: Bei der Entfernung des Wildwuchses vor dem neuen Kindergarten an der Hauptstraße ist nicht die Stadt in der Pflicht. Foto: Christian Wolff

Immer donnerstags in der geraden Kalenderwoche ist der „Kümmerer“ im Hellbachdorf unterwegs. Erdal Özbay , der im Auftrag der Ahlener Umweltbetriebe ein Auge auf Sauberkeit im Stadtbild wirft (wir berichteten), hat auch in Vorhelm bereits erste „Tickets“ verteilt. Das heißt: Er dokumentierte Vergehen in punkto Ortsbildpflege.

Elf „Hotspots“ und sieben Vergehen

Özbay stellte sich am Dienstagnachmittag im Ortsausschuss vor, wobei der Vorsitzende Hubertus Beier ihn gleich zu einer Rundtour einlud, um mögliche „Hotspots“ auszumachen. Elf davon sowie sieben Verstöße habe der „Kümmerer“ bei seiner Premierenfahrt durchs Dorf festgestellt, ließ Matthias Krätzig von den Umweltbetrieben wissen. Darunter auch wuchernden Wildwuchs am Bürgersteig vor dem neuen Kindergarten „Wibbelei“ an der Hauptstraße. „Da ist eindeutig der Grundstückseigentümer in der Pflicht“, so Krätzig. Er werde nun einen freundlichen Hinweis bekommen. In zwei Wochen gebe es dann eine weitere Nachschau.

Generell sei die Zuständigkeit oft ein Problem, hielt Erhard Richard ( CDU ) fest. In der Vergangenheit habe es immer wieder Konflikte gegeben, weil städtische Flächen für privat gehalten wurden – und umgekehrt. Immer dann ein Ärgernis, wenn mangelnde Pflege eine unschöne Visitenkarte fürs Dorf ausstellt. Mit Hilfe von Daten des Kreises und eines „I-Pads“ werde Erdal Özbay künftig in Zweifelsfällen für Aufklärung sorgen.

Generell begrüßte der Ortsausschuss aber den endgültigen Start des lang erwarteten „Kümmerers“, dessen Geburtsstunde einst im Arbeitskreis Grünpflege geschlagen hat. „Frau Westhues hat sich da sehr stark gemacht“, erinnerte Umweltbetriebsleiter Bernd Döding mit Blick auf die SPD-Bank. „Leider hat die Beschaffung des Antriebs für das extra beschaffte Fahrzeug etwas länger gedauert.“

Erdal Özbay stellte sich im Ortsausschuss vor.

Erdal Özbay stellte sich im Ortsausschuss vor. Foto: Christian Wolff

Passend zum Thema kam da auch eine Anfrage des Sachkundigen Bürgers René Achten (CDU): Der Gehweg an der Haarbachstraße auf der rechten Seite ortsauswärts, der Zwischenraum von der Strontianitstraße zum neuen Geh- und Radweg und Teile des Wegrandes an der Alten Ladestraße seien in einem ungepflegten Zustand. Hier verwies Bernd Döding auf den dringenden Kanalbau an der Strontianitstraße. Und im Zuge des aktuellen Glasfaserausbaus können einige Flächen gleich mit bereinigt werden. „Der Zustand der verunkrauteten Schotterflächen belastet uns schon seit Jahren“, kritisierte Erhard Richard (CDU) und forderte erneut ein Gesamtkonzept für den Ersatz des Schotters durch Bepflanzung oder Ähnlichem. Döding: „Da stehe ich im Wort.“

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