Förderung eines Buchprojekts
400 Jahre im Glanz der Königsketten

Ahlen -

400 Jahre Königsorden in einem Buch: Die Stadt Ahlen fördert ein Projekt des Bürgerschützenvereins Ahlen mit einem Zuschuss von maximal 8900 Euro.

Mittwoch, 26.08.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 26.08.2020, 17:40 Uhr
Im Namen des Bürgerschützenvereins Ahlen stellten Oberleutnant Dirk Rösner (l.) und Oberst Frank Beier ihr Projekt zur Dokumentation der Königsorden seit 1688 vor.
Im Namen des Bürgerschützenvereins Ahlen stellten Oberleutnant Dirk Rösner (l.) und Oberst Frank Beier ihr Projekt zur Dokumentation der Königsorden seit 1688 vor. Foto: Ulrich Gösmann

Schützenherzen schlugen höher. Ein Teilnehmer der Sitzung des Ausschusses für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen mutmaßte am Dienstagnachmittag gar den Geschmack des Gerstensaftes unter seinem Gaumen, als die älteste Königskette des Bürgerschützenvereins Ahlen – Anno 1688 – im Ratssaal postiert wurde. Vom Glanz des Antiquariats beflügelt, erschien die Förderung eines bürgerschaftlichen Projekts reine Formsache. Nur an der Höhe schieden sich die (Schützen-) Geister.

„Königsorden der Königsketten des Bürgerschützenvereins Ahlen“ ist die Eingabe überschrieben, in der die Antragsteller um einen Zuschuss in Höhe von maximal 8900 Euro bitten. Dieses Geld soll ein Buchprojekt realisieren, das über die Historie der Schützenschilde im Wandel der letzten 400 Jahre informieren will. Der Bürgerschützenverein verfügt über vier Ketten mit Königsorden von 1688 bis zum Jahr 2020 in Sterling-Silber. Der aufgeführte Förderbetrag entspreche etwa 85 Prozent der veranschlagten Druckkosten, verdeutlichte Oberst Frank Beier. Das bis zu 210 Seiten starke Werk werde Druckkosten von etwa 10 400 Euro verursachen und eine Auflage von 650 Exemplaren haben, die zu einem Großteil an die 463 Mitglieder verteilt würden.

„Warum nicht auch digital? Dann hätten alle etwas davon“, warf Harald Krämer (SPD) ein. Der Oberst vervollständigte, dass genau das ebenfalls geplant sei.

Wirtschaftlich wäre das Projekt dann gestorben.

Karl-Heinz Meiwes

Markus Bockholt (FDP) scheiterte in einer Zwischenabstimmung mit seinem Antrag, die Fördersumme auf die Maximalhöhe von 5000 Euro zu reduzieren. „Wirtschaftlich wäre das Projekt dann gestorben“, reagierte Karl-Heinz Meiwes (SPD).

Für die CDU lobte Ralf Marciniak: „Das ist nicht alltäglich. Ein Riesenaufwand.“ Hier werde die uralte Geschichte der Stadt festgehalten. Das sei förderungswürdig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7551926?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker