Ehemaligentag am St. Michael
Weite Wege – bis hinauf zum Dachboden

Ahlen -

Unter Coronabedingungen etwas eingeschränkt, aber dennoch spannend und gut besucht war der Ehemaligentag am Gymnasium St. Michael.

Dienstag, 08.09.2020, 11:50 Uhr
Rita Dümmer (3.v.l.) konnte mit sieben ihrer früheren Mitabiturientinnen des Jahrgangs 1970 in der Cafeteria das Goldene Abitur feiern. Doch auch viele andere Jahrgänge waren beim Ehemaligentag des St.-Michael-Gymnasiums vertreten.
Rita Dümmer (3.v.l.) konnte mit sieben ihrer früheren Mitabiturientinnen des Jahrgangs 1970 in der Cafeteria das Goldene Abitur feiern. Doch auch viele andere Jahrgänge waren beim Ehemaligentag des St.-Michael-Gymnasiums vertreten. Foto: St. Michael

Pünktlich zum Beginn des Ehemaligentages am Gymnasium St. Michael am Samstag hatte der Wettergott ein Einsehen: Die letzten Regenwolken waren vertrieben und fast 100 Ehemalige erlebten einen durch die Coronapandemie nur wenig beeinträchtigten erinnerungsreichen Nachmittag auf dem Campus der Schule.

Schnell wurden nach der turnusmäßigen Mitgliederversammlung (Weiterer Bericht folgt) Tische und Stühle nach draußen gestellt, denn das war die Voraussetzung für dieses Treffen ehemaliger Schüler, um gemäß vorgegebener Hygienebedingungen den Tag umsetzen zu können.

Altersgerecht und auf Abstand

Dennoch gab es altersgerecht und auf Abstand gestellt in der Cafeteria zwei Tische, an denen sich fünf Damen des Abiturjahrgangs 1960 und acht Frauen des Jahrgangs 1970 zusammenfinden konnten. Diamantener und Goldener Abiturjahrgang konnten dort an besonders eingedeckten Tischen Platz nehmen und wie die zahlreichen Teilnehmer auf dem Campus in Erinnerungen schwelgen.

Besonders die Abiturjahrgänge von 1980 und 2010 hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, Adressen aufzutreiben, alle sozialen Medien zu bemühen, E-Mail- und „Whatsapp“-Gruppen einzurichten, um verschwundene Mitglieder des Jahrgangs aufzutreiben.

Von weit her waren sie zum Teil gekommen – aus Österreich und Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg, aus den Niederlanden und Berlin. Und hätte Norwegen nicht wieder verschärfte Einreisebedingungen beschlossen, so wäre auch von dort Besuch gekommen.

Impression vom Ehemaligentag am St. Michael 2020.

Impression vom Ehemaligentag am St. Michael 2020. Foto: St. Michael

Nach zunächst vorsichtigem Herantasten – einige hatten sich seit mehr als zehn oder sogar 20 Jahren nicht mehr gesehen –, fühlten sich die Besucher schnell wieder in alte Zeiten zurückversetzt und konnten vor Ort die manchmal kuriosen, zum Teil auch abenteuerlichen Schülererlebnisse zum Besten geben. Da auch einige aktuelle Lehrerinnen, so die stellvertretende Schulleiterin Dr. Susanne Terveer, das Kollegium vertraten, konnte es in kleinen Gruppen durch die Schule gehen. Auch Gerd Buller, der mit dem Ehemaligenverein St. Michael jedes Jahr für die Organisation verantwortlich zeichnet, übernahm einige der Führungen.

Die beiden Abiturjahrgänge 1960 und 1970 schritten durch die für sie gar nicht mehr wiederzuerkennenden Räume des historischen Altbaus – man konnte den ehemaligen Musikraum und auch das Lehrerzimmer nicht mehr verorten – bis hinauf zum Dachboden, wo im liebevoll eingerichteten Schulmuseum unter der Tragekonstruktion des 1973 abgebrochenen Glockenturms viele Erinnerungen wach wurden.

Die Ex-Pennäler hoffen, im kommenden Jahr wieder im üblichen Rahmen feiern zu können.

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