Neues Lichtkonzept am Netz
Bahnunterführung treibt‘s bunt

Ahlen -

Wald im Tunnel? In Ahlen geht noch mehr. Seit Dienstagabend ist zwischen Fußgängerzone und Kerkmann-Platz eine Lichtillumination am Netz, die mit sanftem Farbwechsel Sicherheits- und Wohlgefühl steigern soll.

Mittwoch, 09.09.2020, 12:25 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 12:30 Uhr
Lichtdurchflutet und von Bäumen flankiert: die Bahnunterführung zwischen Kerkmann-Kreisel und Fußgängerzone.Foto: Ulrich Gösmann
Lichtdurchflutet und von Bäumen flankiert: die Bahnunterführung zwischen Kerkmann-Kreisel und Fußgängerzone.Foto: Ulrich Gösmann

Disco im Tunnel? „Machbar ist alles“, versichert Stadtplaner Uwe Knappschneider. „Wir könnten hier wirklich eine richtige Disco machen. Vielleicht im Rahmen des Stadtfestes oder anderer Festivitäten.“ Zunächst aber läuft seine neue Lichtinstallation in der Bahnunterführung zwischen Fußgängerzone und Kerkmann-Kreisel im Grundprogramm. Das heißt: sanfter Farbfluss von Grün auf Blau auf Orange auf Weiß.

Es musste am Dienstagabend nicht tiefschwarze Nacht werden, um erste Effekteindrücken mit Begeisterung aufnehmen zu können. 19.15 Uhr war‘s, als Obermeister Marcel Busch (SPIE SAG ) den grauen Verteilerkasten öffnete und dem Bürgermeister zeigte, welcher Knopf für den offiziellen Start zu drücken sei. Seitdem läuft das Basisprogramm rund um die Uhr.

Bahnunterführung: Beleuchtung am Netz

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  • Premiere für das neue Lichtkonzept.

    Foto: Ulrich Gösmann
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Uwe Knappschneider (Licht Raum Stadt Planung GmbH) ist mit seinen Installationen international im Geschäft. In Riad hat der Wuppertaler die große Spannbogenbrücke illuminiert. Auf einer Ahlener Parallelbaustelle setzt er gerade in Luxemburg Europas größte Stadtmauer auf fünf Kilometern Länge ins Licht.

Wenn sich die Leute sattgesehen haben, können wir auch etwas Neues aufspielen.

Uwe Knappschneider

Das, was sich jetzt in der Unterführung am Bahndamm abspielt, setzt auf den sanften Übergang. „Beim schnellen Durchfahren ist der Wechsel nicht erkennbar“, erklärt der Strahlenphysiker. Wohl aber beim zweiten Mal, weil dann mit großer Wahrscheinlichkeit eine andere Farbsequenz laufe. Knappschneider: „Wir wollen hier keinen dynamischen Zirkus.“ Die Beleuchtung verfolge in erster Linie das Ziel, das subjektive Sicherheitsgefühl der Passanten zu erhöhen und ihnen ein Wohlgefühl mit auf den Weg zu geben. „Wenn sich die Leute sattgesehen haben, können wir auch etwas Neues aufspielen“, macht der 62-Jährige schon jetzt Appetit auf mehr.

Uwe Knappschneider steht hinter dem Lichtkonzept.

Uwe Knappschneider steht hinter dem Lichtkonzept. Foto: Ulrich Gösmann

Sarah Held verfolgt die ersten Minuten durch ihre Handykamera. Im Frühjahr war die Diplom-Designerin aus Münster zuletzt hier, als die von ihr konzeptionierte Waldtapete montiert wurde. Die hatte sich bei einer Bürgerbeteiligung gegen ein abstraktes Farb- und Formenspiel klar durchgesetzt und ist bis jetzt frei von Schmierereien. In andächtiger Stille saugt sie am Dienstagabend erste Eindrücke auf. Der Ruhe bringende Wald im Wechselspiel des Lichts – eine für sie gelungene Kombination. Spontan gefallen ihr die warmen Töne am besten. Das seien aber Momentaufnahmen. Uwe Knappschneider setzt farbliche Schwerpunkte in den Jahreszeiten: Kühle Farben im Sommer, warme im Winter. Und: klares Weiß, um die Stahlkonstruktion hervorzuheben.

Gesamtkosten liegen bei 186 000 Euro

Bürgermeister Dr. Alexander Berger sieht einen weiteren Schritt in der Stadtentwicklung gemacht. Das Beleuchtungskonzept werde sicherlich über die Grenzen hinaus von sich reden machen. Kulturbewegte Menschen, die speziell an Lichtkunst interessiert seien, würden auf dem Lichtweg nach Ahlen gezogen. Für alle anderen schaffe sie spürbar verbesserte Aufenthaltsqualität – auch am Tag.

Die Neugestaltung der Bahnunterführung ist Bestandteil des Integrierten Handlungskonzepts „Masterplan Ahlener Innenstadt im Trialog.“ Die zuwendungsfähigen Kosten gelaufen sich auf 186 000 Euro. Auf die Stadt Ahlen entfällt ein Eigenanteil von 20 Prozent.

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