„Weltladen“ auf dem Wochenmarkt
Plädoyer für faire Lieferketten

Ahlen -

Passend zur „Fairen Woche“ machte die Steuerungsgruppe der Fairtradestadt Ahlen mit einem Stand auf dem Marktplatz auf sich aufmerksam.

Montag, 21.09.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 14:56 Uhr
Christine und Felix Schütte nutzten die Chance, am „Weltladen“-Stand fairgehandelte Schalen zu kaufen. Burkhardt Engelke und Dana Ziegler (v. l.) setzen sich für Nachhaltigkeit ein.
Christine und Felix Schütte nutzten die Chance, am „Weltladen“-Stand fairgehandelte Schalen zu kaufen. Burkhardt Engelke und Dana Ziegler (v. l.) setzen sich für Nachhaltigkeit ein. Foto: Ralf Steinhorst

Was war denn das beim Samstagsmarkt auf dem Marktplatz? Auf dem Boden in Höhe des Alten Rathauses befand sich ein Kreidebild, dieses Mal aber abwaschbar und für eine gute Sache. „Ahlen ist fair und bunt“ lautete die Aufforderung an die Marktbesucher.

Die Aufklärung folgte vor dem Haus Holtermann auf der anderen Marktplatzseite, wo sich der „Weltladen“, erstmals überhaupt auf dem Wochenmarkt, mit einem Stand platziert hatte. Denn es ist wieder „Faire Woche“, die vom 11. bis 25. September stattfindet. Damit verbunden ist eine kleine Auswahl fairgehandelter Produkte, die auf dem Marktplatz angeboten wurden.

In diesem Jahr geht’s in der ,Fairen Woche‘ um nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion.

Burkhardt Engelke

„Das Bild haben Schüler des Städtischen Gymnasiums gemalt“, erklärte Dana Fiedler, Lehrerin und Fairtrade-Beauftragte des Gymnasiums, was es mit dem Kreidekunstwerk auf sich hat. Gerne hätte der Weltladen das Bild vor dem Stand gehabt, aber am Freitagnachmittag, wo die Schüler in ihrer Freizeit zur Kreide griffen, habe man noch nicht gewusst, wo dieser stehen würde. Hintergrund ist, dass das Städtische Gymnasium bis zum Schuljahresende Fairtrade-Schule werden will.

Den Blick auf das große Ganze richtete Burkhardt Engelke von der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“: „In diesem Jahr geht’s in der ,Fairen Woche‘ um nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion“ – verbunden mit dem Slogan „Fair statt mehr“. 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung hat die UN aufgestellt, das Jahresthema formuliert das zwölfte Ziel. Um darauf zu sensibilisieren, haben sich in Deutschland das Forum fairer Handel, Fairtrade Deutschland und der Weltladen Dachverband zusammengetan.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Lieferketten fair und transparent sind.

Burkhardt Engelke

Auch der Bundestag hatte zu Beginn des Jahres eine Woche der Nachhaltigkeit beschlossen, die zeitgleich stattfindet und jährlich wiederkehren soll. „Wir setzen uns dafür ein, dass die Lieferketten fair und transparent sind“, sieht Engelke ein großes Merkmal für Nachhaltigkeit. Die sind für Kunden des „Weltladens“ gegeben, weil nachvollziehbar und im Internet nachlesbar. Neu bietet der „Weltladen“ fair genähte Masken und Taschen aus Indonesien an.

Unterdessen arbeiten sie am Städtischen Gymnasium an ihrem Status zur Fairtrade-Schule. Am kommenden Dienstag kommt das Ensemble Sonni Maier mit dem fairen Punkmusical „Global Players“ in die Schule. Das wird für die Schüler des fünften Jahrgangs aufgeführt. In Kooperation mit der Steuerungsgruppe wird zudem am Mittwoch nächster Woche eine weitere Kreideaktion auf dem Rathausvorplatz stattfinden.

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