Grüne Container aufnahmebereit
Einladung zum Laubsammeln raus

Ahlen -

Wohin mit städtischem Laub vor dem eigenen Grundstück? In Ahlen landet es in Laubcontainern. 165 Behälter sind seit Dienstagmorgen auf dem Weg in die Außenbezirke. Als Einladung an die Anwohner, sie zu befüllen. Privater Gartenabfall ist allerdings tabu.

Dienstag, 22.09.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 11:02 Uhr
Auf geht‘s in den Herbst: Jens Fricke und Thomas Neumann laden die ersten Laubcontainer auf. Erstes Ziel: der Kleibrink.
Auf geht‘s in den Herbst: Jens Fricke und Thomas Neumann laden die ersten Laubcontainer auf. Erstes Ziel: der Kleibrink. Foto: Ulrich Gösmann

Kälte und Regen: „Da kommt was runter“, prognostiziert Michael Morisse , Einsatzleiter Abfallentsorgung bei den Ahlener Umweltbetrieben, für die nächsten September-Tage. Dass die Auslieferung der ersten Laubcontainer am Dienstag ausgerechnet auf den kalendarischen Herbstanfang fällt, ist Zufall. Sei‘s drum: Das Timing passt, die Einladung zum Mitmachen steht Anwohnern an stark belaubten Straßen in den nächsten Tagen vor der Tür. Und wieder gilt: Das städtische Laub bitte in den Grünen, das private in die Braune.

Da sind wir rigoros und lösen den Standort auf.

Michael Morisse

Von Abschiedsstimmung keine Spur: Jens Fricke und Thomas Neumann, Mitarbeiter des Wertstoffhofes, steht seit Dienstag die Zufahrt zu den ehemaligen Bomberg-Werken offen. Zwei Jahre lang diente das Haver-Areal als Zwischenlager für die 165 grünen Großcontainer. Mit Inbetriebnahme des neuen Baubetriebs- und Wertstoffhofes werden sie im Dezember eine neue Bleibe am Ostberg finden. Fuhre um Fuhre erreichen die Rollcontainer mit dem markanten Lochdeckel ihre Außenbezirke. Den Anfang macht am Morgen der Kleibrink. Danach geht es Straßenzug um Straßenzug durchs Stadtgebiet – und in die Dörfer.

Die Auslieferung geht diesmal flotter denn je von der Hand. Nach Jahren des Experimentierens und Korrigierens glauben die Ahlener Umweltbetriebe die richtigen Behälter und Bezirke gefunden zu haben. „Alles so wie im Vorjahr“, kommt Michael Morisse schnell auf den Punkt. „Die Standorte haben sich wirklich bewährt.“ Nennenswerte Verstöße aus dem Vorjahr sind dem Container-Koordinator auf Anhieb nicht parat. Sollte es dennoch zu Fehlbefüllungen kommen, wie zuletzt vor zwei Jahren am Hotspot Rottmannstraße, wo Fernseher, Rest- und Sperrmüll durch die großen Öffnungen fielen, werde gehandelt. Morisse: „Da sind wir rigoros und lösen den Standort auf.“ Wie in den Vorjahren gelte auch jetzt: „Die Behälter sind nur für das stätische Laub da. Was im Garten anfällt, gehört weiter in die Biotonne.“

Markenzeichen: das Loch im Deckel. Michael Morisse gibt am Dienstag das Startsignal zum Ausliefern.

Markenzeichen: das Loch im Deckel. Michael Morisse gibt am Dienstag das Startsignal zum Ausliefern. Foto: Ulrich Gösmann

Geleert wird zunächst nur einmal wöchentlich, bei stärkerem Laubfall auch zweimal. „Unsere Straßenreinigung hat alles im Blick. In Absprache werden wir schnell reagieren,“ kündigt der 37-Jährige an. Wem die Last des Laubs daheim zu viel wird, ist auf dem Recyclinghof an der Alten Beckumer Straße mit seiner Blätterpracht willkommen. Container stehen dort – und nach dem für Oktober avisierten Umzug dann am Ostberg – bis Mitte Dezember zur kostenlosen Aufnahme bereit.

Dass die Laub-Offensive keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt ein Blick in umliegende Städte. Ein weiterer geht nach Hörstel. Auch dort rollen die Laubcontainer in diesen Stunden in ihre Außenbezirke. Die Ahlener Initiative hatte vor einigen Jahren neugierig gemacht und überzeugt.

Geballte Masse im Zwischenlager auf dem Gelände der ehemaligen Blomberg-Werke.

Geballte Masse im Zwischenlager auf dem Gelände der ehemaligen Blomberg-Werke. Foto: Ulrich Gösmann

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