CDU-Ortsunion zu Gast in der Augustin-Wibbelt-Schule
Platzmangel im Offenen Ganztag

Vorhelm -

Es ist zu eng im Offenen Ganztag der Augustin-Wibbelt-Schule. Eine Lösung muss zeitnah her, denn der Bedarf an Schülerbetreuung ist groß.

Mittwoch, 30.09.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 07:18 Uhr
Norbert Prinz, Martin Arnst, Diethild Sicking, Ludger Diekmann, Mechtild Humberg, Alexandra Rosendahl, Hubertus Beier und René Achten wollen, dass das Platzproblem der OGS in Angriff genommen wird.
Norbert Prinz, Martin Arnst, Diethild Sicking, Ludger Diekmann, Mechtild Humberg, Alexandra Rosendahl, Hubertus Beier und René Achten wollen, dass das Platzproblem der OGS in Angriff genommen wird. Foto: Ralf Steinhorst

Schon vor Beginn der Corona-Pandemie hatte das Betreuerteam des Offenen Ganztags (OGS) an der Augustin-Wibbelt-Schule mit mangelndem Platz zu kämpfen. Doch mit den Kontaktbeschränkungen zu Beginn der Pandemie ist die Möglichkeit, diese Defizite weitestgehend auszugleichen, abhandengekommen. Und die Zahl der OGS-Kinder wird mit dem nächsten Schuljahr weiter steigen. Die CDU-Ortsunion Vorhelm besuchte deshalb nun die OGS, um sich die Situation anzuschauen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

143 Schülerinnen und Schüler hat die Augustin-Wibbelt-Schule, von diesen besuchen 40 eine Gruppe bis 13 Uhr und 69 die OGS bis 16 Uhr. Stolze 76 Prozent bleiben also nach ihrem Unterrichtsschluss noch weiterhin an der Schule.

Die Kinder brauchen einen Tapetenwechsel, die wollen nach ihrem Unterricht nicht in einem Klassenraum bleiben.

Mechtild Humberg

Diese Zahlen, die OGS-Leiterin Mechtild Humberg vorlegte, zeigten deutlich den Stellenwert des Angebots. Dabei hätten die drei Gruppenräume eigentlich nur Platz für 55 Kinder. Mit Einbeziehung der Küche und weiterer Klassenräume kamen die Betreuerinnen aber notdürftig noch klar – bis zur Coronazeit.

Seit Beginn der Pandemie gibt es feste Gruppen, die sich nicht mehr mischen dürfen. Während in den Gruppenräumen noch gespielt werden kann, ist das in den Klassenräumen nicht möglich. Und nicht nur das. „Die Kinder brauchen einen Tapetenwechsel, die wollen nach ihrem Unterricht nicht in einem Klassenraum bleiben“, beschrieb Mechtild Humberg die Not. Auch die Möglichkeit eines Rückzugs sei so nicht gegeben. Abgesehen davon, dass verschobene Tische in einem Klassenraum für den nächsten Morgen wieder an Ort und Stelle zurückgestellt werden müssen. Was großen Aufwand bedeute.

Die Küche, in der auch gegessen werden soll. Der Platz aber reicht nicht, das Essen muss teilweise in die Gruppenräume getragen werden.

Die Küche, in der auch gegessen werden soll. Der Platz aber reicht nicht, das Essen muss teilweise in die Gruppenräume getragen werden. Foto: Ralf Steinhorst

Unterstützt wurde Mechtild Humberg von Schulleiterin Diethild Sicking, der neuen Schulpflegschaftsvorsitzenden Alexandra Rosendahl und Norbert Prinz, Vorsitzender des Trägervereins der OGS. Zwei zusätzliche Räume, das wäre eine Lösung, wünschten sich die Vertreter der Schulseite. „Das könnten vorübergehend auch Container sein, in der Schweiz waren die ganz schön“, brachte Alexandra Rosendahl ihre Erfahrung ein, während Diethild Sicking darauf aufmerksam machte, dass mit Beginn des neuen Schuljahres die Zahl der OGS-Kinder noch steige. Da könne man wohl nicht mehr alle Anfragen befriedigen, an Aufnahmekriterien werde schon gearbeitet. Am besten sei natürlich ein Anbau als Dauerlösung.

Für den Ortsausschussvorsitzenden Hubertus Beier alles nachvollziehbare Gründe: „Man sieht ja auch an der Bautätigkeit im Dorf, dass die Zahl der Kinder steigen wird.“ Deshalb könne man das Thema nicht aussitzen, denn das sei mit dem Ende der Pandemie nicht gelöst. Zudem würde eine Aufnahmebeschränkung starke Unruhe bei den Eltern auslösen. Deshalb wolle sich die CDU für eine schnelle Lösungsfindung stark machen.

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