Grüne Fraktion
Bekommt die Umwelt eigenen Ausschuss?

Ahlen -

Petra Pähler-Paul, Fraktionsvorsitzende der Grünen, hat eine Wunschliste für die neue Ratsperiode. Darauf steht unter anderem die Einrichtung eines Umweltausschusses.

Donnerstag, 01.10.2020, 07:22 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 07:18 Uhr
Die Einrichtung eines eigenen Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz wünschen sich die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Petra Pähler-Paul, und ihr Stellvertreter Dieter Bröer.
Die Einrichtung eines eigenen Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz wünschen sich die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Petra Pähler-Paul, und ihr Stellvertreter Dieter Bröer. Foto: Peter Harke

„Nein, wir haben uns noch nicht konstituiert“, reagiert Petra Pähler-Paul auf eine entsprechende Anfrage. Die Konstituierung der neuen Ratsfraktion von Bündnis 90 /  Die Grünen sei für nächste Woche geplant, führt die bisherige Fraktionsvorsitzende aus. Gleichwohl habe sie sich für erste Gespräche, die nach der Kommunalwahl bereits stattgefunden haben, ein Verhandlungsmandat von ihrer Partei besorgt.

Im neuen Ahlener Rat, der am 2. November zu seiner ersten Sitzung zusammentritt, entsenden die Grünen nach den bei der Kommunalwahl am 13. September erreichten 8,7 Prozent vier statt bislang drei Vertreter. Das macht sie nicht nur zur drittstärksten Partei im Stadtrat, sondern versetzt sie außerdem in die Lage, den Vorsitz in einem Ausschuss zu beanspruchen. Und dazu in den Aufsichtsratsgremien der städtischen Töchter vertreten zu sein.

Wir müssen auf diesem Gebiet mehr tun.

Petra Pähler-Paul

Auf der Wunschliste der Bündnisgrünen steht ein Umweltausschuss, den es früher schon einmal in Verbindung mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten wie öffentliche Einrichtungen gab. „Wir müssen auf diesem Gebiet mehr tun“, unterstreicht Petra Pähler-Paul.

„Mir persönlich ist auch das Thema Schule und Kultur sehr wichtig“, schiebt sie hinterher, auch im Kontext mit Digitalisierung. Weil Letzteres aber eine Querschnittsaufgabe ist, sei es weniger sinnvoll, einen eigenen Digitalisierungsausschuss einzurichten. Das Thema will Pähler-Paul auch beim Neubau des Rathauses (Stadthaus) berücksichtigt wissen, weil es Auswirkungen auf die Gestaltung künftiger Arbeitsplätze haben werde, Stichwort Homeoffice und flexible Büros. Und nicht zuletzt müsse die Verwaltung ein Konzept vorlegen, wie sie die Vorgaben des E-Government-Gesetzes zur Digitalisierung aller Dienstleistungen umzusetzen gedenke. Für ihre Partei bietet Petra Pähler-Paul dabei eine konstruktive Mitarbeit an.

Bis auf die interfraktionelle Runde, die am vergangenen Freitag auf Einladung des Bürgermeisters stattfand, hat die Frontfrau der Grünen bislang keine vertiefenden Gespräche geführt. Zumal sich bis auf die SPD noch keine weitere größere Fraktion konstituiert hat. Die CDU wollte dies am Mittwochabend tun.

Zurück zum Thema Schule und Kultur: Hier pocht Petra Pähler-Paul auf einen Kulturentwicklungsplan, der diesen Namen auch verdient. Und die Wahl eines Dezernenten, der diesen Fachbereich auch wieder auf übergeordneten Ebenen vertritt.

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