IG VVV reagiert auf Ortsausschuss-Diskussion
Keil: „Keine Missgunst ins Dorf tragen lassen“

Vorhelm -

Wie sinnvoll ist der Ortsausschuss? Die Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände vertritt dazu eine eindeutige Meinung und hält die Zweifel von FWG-Chef Heinrich Artmann für unbegründet.

Donnerstag, 01.10.2020, 14:30 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 17:33 Uhr
IG-VVV-Vorsitzender Guido Keil nahm jetzt zum Sinn des Ortsausschusses Stellung.
IG-VVV-Vorsitzender Guido Keil nahm jetzt zum Sinn des Ortsausschusses Stellung. Foto: Christian Wolff

Die Debatte um den Ortsausschuss, die FWG-Vorsitzender Heinrich Artmann im Nachgang zum Ergebnis der Kommunalwahl angestoßen hat, bewegt noch immer die Gemüter. Auch bei der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) wurde in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen diskutiert.

Artmann hatte sich im Gespräch mit unserer Zeitung dahingehend geäußert, dass ein Ortsausschuss dann verzichtbar sei, wenn die Mehrheit der Mitglieder nicht mehr aus dem jeweiligen Ortsteil stammt. Aufhänger war für den FWG-Chef, dass sein Kandidat Bernd Avermiddig nicht mehr in den Rat einzog und dessen Kollege Ralf Budt in seinem Wahlkreis nicht die erhofften Prozente holte. Die SPD und weitere Wählergruppen waren mit zwei Ortsfremden angetreten. Der Vorsitzende der IG VVV, Guido Keil , sah sich jetzt veranlasst, zu dem Sachverhalt Stellung zu nehmen, nachdem sich zuvor schon die CDU zu diesem Thema geäußert hatte (wir berichteten).

„Wichtige Größe im Dorf“

„Mit großer Verwunderung haben wir die Äußerung, dass der Ortsausschuss Vorhelm nicht mehr zeitgemäß sei und in Frage gestellt wird, zur Kenntnis genommen“, so Keil. „Der Ortsausschuss ist eine wichtige Größe im Dorf und steht uns immer als Ansprechpartner zur Verfügung. Er ist aktives Mitglied in der IG VVV und unterstützt uns und unsere Vereinsmitglieder somit bei deren Arbeit.“

Sehr viele Projekte seien in den vergangenen Jahrzehnten – das Gremium wurde mit der Kommunalen Neuordnung 1975 eingeführt – über den Ortsausschuss angeschoben und begleitet worden. „Somit kann ich eine solche Aussage nur mit einem Kopfschütteln kommentieren“, berichtet Guido Keil auf den Kommentar von Heinrich Artmann.

„Auch die Frage, wo denn die Mitglieder des neuen Ortsausschusses wohnen, ist nicht nachvollziehbar und zeigt die eigentliche Motivation der FWG auf: Man will die Leistungen des Gremiums schlechtreden, weil man mit den eigenen Wahlergebnissen unzufrieden ist.“ Dabei, so der IG-Sprecher, sei es doch egal, woher die Mitglieder kommen. „Wichtig ist, was sie leisten. Und da haben wir mit Hubertus Beier und Bernd Avermiddig sehr gute Leute an der Spitze gehabt. Ich bin mir sicher, dass auch René Achten einen super Job machen wird. Er hat schon vieles in unserem Dorf bewegt; und das nicht nur als ehemaliger Chef unser Patenkompanie, sondern auch als Privatmensch. Wenn alle sich so einsetzen würden, bräuchten wir uns über ehrenamtliche Arbeit keine Gedanken mehr machen. Es würde einfach erledigt werden.“ Natürlich sei das Ausscheiden von Bernd Avermiddig als stellvertretender Vorsitzender des Ortsausschusses schade, betont Keil, aber er könne ebenfalls ein beachtliches Ergebnis vorweisen. „An dieser Stelle möchte ich mich bei Bernd für seinen persönlichen Einsatz für unser Dorf bedanken. Abschließend möchte ich sagen, dass wir weiter so erfolgreich arbeiten und uns weder Ärger noch Missgunst ins Dorf tragen lassen sollten. Wir alle machen das zum Wohl des Dorfes und das ehrenamtlich.“

 

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