Erasmus fördert Projekt
Junge Europäer entlarven Fake News

Ahlen -

Das Städtische Gymnasium hat den Zuschlag für ein Erasmus-Projekt bekommen. Und arbeitet nun mit einem französischen und einem türkischen Gymnasium zusammen.

Samstag, 03.10.2020, 08:16 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 08:56 Uhr
Mit den beiden Erasmus-Schulpartnerschaften wollen die Schüler und Lehrer der Projektgruppe Methoden entwickeln, wie Fake News besser „demaskiert“ werden können.
Mit den beiden Erasmus-Schulpartnerschaften wollen die Schüler und Lehrer der Projektgruppe Methoden entwickeln, wie Fake News besser „demaskiert“ werden können. Foto: Ralf Steinhorst

Was sind reale Nachrichten und was Fake News? Um das besser herausfinden zu können, bildet das Städtische Gymnasium zusammen mit einer französischen und türkischen Schule eine Projektgruppe mit dem Thema „Unmask fake news to become an informed European citizen“. Das Projekt wird von „Erasmus Plus“ mit einem fünfstelligen Betrag gefördert. „Erasmus Plus“ ist ein EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport.

Das Städtische Gymnasium hatte sich im vergangenen Jahr für das Projekt beworben, im August bekam es den Zuschlag. Zwei Jahre soll das Projekt laufen. Und wer weiß, vielleicht entstehen aus den Erasmus-Projektpartnerschaften mit Lycée College Sportif la Haie Griselle“ aus Gérardmer im Nordosten Frankreichs und dem türkischen Namik Karamanci Fen Licesi aus Manavgat in der Provinz Antalya danach auch allgemeine Schulpartnerschaften. Schon jetzt pflegt das Städtische Gymnasium einen regelmäßigen Austausch mit seiner englischen Partnerschule.

Wir möchten ... bewusster machen, dass die Schüler europäische Bürger sind.

Beate Zeise

Projektleiterin Beate Zeise verbindet mit dem Vorhaben mehrere Hoffnungen: „Wir möchten unsere Schule nach außen öffnen und bewusster machen, dass die Schüler europäische Bürger sind“, was für den Erhalt des Friedens und die europäische Idee wichtig sei.

So werden sich die Schüler nicht nur digital untereinander austauschen, sondern auch die Partnerschulen besuchen. Das „Städtische“ steigt in das Projekt mit Schülern der zehnten Jahrgangsstufe ein.

Insgesamt sieben Lehrer begleiten die Reihe, einige von ihnen haben zum Thema Digitalisierung bereits Fortbildungen in anderen europäischen Ländern besucht. Mit den beiden Partnerschulen haben parallel schon zwei Videokonferenzen zum Einstieg stattgefunden. „Das sind sehr nette Kollegen“, hat Beate Zeise festgestellt. Im nächsten Schritt werden die Jugendlichen miteinander in Kontakt treten.

„Für das Thema Fake News können wir uns gut begeistern“, ist Beate Zeise überzeugt. Ziel sei es unter anderem, zusammen einen Mediaguide zu entwickeln, der Ansätze bietet, Fake News besser zu erkennen. Auch soll das Medienverhalten an den Schulen analysiert werden. Daneben sollen alle Schulen einen regelmäßigen Newsletter erstellen.

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